Hallo Leute, da bin ich wieder!!!
Zuallererst mal ganz dick Entschuldigung an alle!!! ich weiß, ich hab mich schon ewig nicht mehr gemeldet, aber ich bin halt erst mal mit meinen Kumpels zu Hause um die Häuser gezogen, hab ein
bissl Musik mit meiner Lieblingsband "Hawkins" gemacht, und war halt ein wenig im Schwarzwald rumfliegn, was nach der ganzen Reiserei doch ziemlich unspektakulär und für mich zunächst deeswegen
nicht allzu berichtenswert war. Aber rückblickend fallen mir dann doch die einen oder anderen Momente ein, von denen es sich lohnt, zu berichten...
Eigentlich bin ich mit dem Ziel zurückgekommen, mal wieder richtig wild in den Alpen rumzufliegen, und dafür noch das ganze Frühjahr zur Verfügung zu haben! Aber zunächst war da mal irgendwie das
Wetter nich so ganz auf meiner Seite. Den Kachelmann hamse abgeknastet, musst ich dann noch hören, un dann hat mich gar nichts mehr gewundert – wer so denn dann noch unser Wetter machen? Da is
doch der Hörmann dann doch völlig überfordert – kann ja nich gut gehen, is ja klar, dasses dann pisst und stürmt in Schland und im gesamten Alpenraum. Mich hat so irgendwo zwischen Hinterkopf und
Bauchnabel ein Gedanke an Wegfliegen nach sonstwo gekitzelt, und ich wär auch bestimmt , wenns so weitergepisst und gestürmt hätte, dem Ruf der unbekannten Welt gefolgt, wenn mich da nicht schon
wieder mein Alltag eingeholt hätte, und mir mein ehemaliger Arbeitgeber im Nachhinein dann auch noch finanzielle Probleme machen will worauf ich hier aber jetzt nicht näher eingehen will, weil
ich jetzt schließlich im Urlaub bin, und die mich eh mal kreuzweise usw....
Also hab ich dann erst mal mit Hilfe meines Freunds Gorg meinen Bus soweit umgebaut, dass ich jetzt alles superordentlich in Schränke und Schubladen verstauen kann, und aus meinem Riesenbett hab
ich jetzt ne gemütliche Sofaecke gebastelt, die ich natürlich sofort wieder in mein bisheriges Bett umbauen kann. Zum ersten Testen bin ich dann erst mal zur BAWÜ-Open in Oppenau und an den Lac
d`Annecy gefahren, und bin dort lustig aber kurz rumgeflogen, und mal wieder richtig viiiiele Leute getroffen, die mir erzählten, dass sie zumindest ab und zu mal in meinen blog reingeschaut ham.
Hat mich echt umgehauen, wie viele positive Reaktionen da auf mich einflogen. Auf jeden Fall war nach all den Zusprüchen klar: Ich muss da wohl nochn bissl mehr schreiben. Deshalb zunächst mal an
dieser Stelle:
Vielen, vielen Dank euch allen, die ihr mich mit euren Kommentaren, Zusprüchen, Lob und Kritik unterstützt habt – ich find euch Klasse, und ich glaube, ich hätte
auch schon viel früher aufgehört diese Seite weiter zu pflegen. Wenn ihr wollt, dass ich euch auf eure Kommentare antworte, dann müsst ihr mir eure email im Kommentar mitteilen, denn ihr kommt da
alle anonym rein, und manchmal hätts mich schon gefreut, den einen oder anderen Kommentar zu einer Konversation werden zu lassen...
Auch vielen, vielen Dank an alle, die ich bisher auf meiner Reise so kennengelernt habe! Es war ne tolle Zeit bisher und da habt ihr alle stark mit dazu
beigetragen. Die Welt ist echt schön, soweit ich das bisher erleben und sehen durfte, aber noch viel schöner ist es, festzustellen, dass überall auf dieser echt kleinen Kugel (so wirkt sie
zumindest, wenn man mal drumrumgereist ist) unglaublich nette, lustige, hilfsbereite und herzliche Menschen leben, und du musst noch nicht einmal großartig danach suchen. Also nochmal: Danke, ihr
alle, dass ihr so seid wie ihr seid, und bleibt so!!!
Da nur noch wenige kleine Veränderungen an meinem Bussl nach der Testfahrt vorgenommen werden mussten, bin ich dann auch, sobald absehbar war, dass ich nicht in die
nächste Sintflut reise (mein Bussl kann halt nicht so gut schwimmen) losgezogen an den ersten Ort in den Alpen, der so langsam abgetrocknet sein musste: an den Gardasee. Da bin ich erst mal sooft
lecker Essen gegangen, dass mir die neuen Hosen, die ich mir bei meiner Rückkehr geholt habe, schon fast wieder am Bund gezwickt haben. Dann bin ich aber erst mal ein paar mal vom Mt. Baldo
gehopst, und hab mich und meine Tüte überm See so richtig durchgeschüttelt. Ich hab mit meiner Gopro weiterhin jeden Flug komplett gefilmt, und es sind da auch so ein paar Szenen , die eigentlich
auf diese Seite gehören, aber ich schaffs nicht mit dieser Krücke von Computer, mp4 in HD-quali zu bearbeiten. Da fängt er an zu rauchen und streikt, die faule Sau (eigentlich sympatisch aber
Biertrinken kann man halt nicht mit dem!)
Durch meine ganze Überei über Wasser hab ich inzwischen die hohen Wingover ganz anständig drauf, und hab mich auch so langsam an den (überhaupt nicht langsamen) SAT
rangewagt, den ich manchmal auch hier in Greifenburg mit genug Höhe unterm Arsch in der Talmitte weiter verfeiner. Bald geht’s aber an den Ossiachersee, da kann ich sowas nochn bissl mehr an die
Grenze treiben. Zudem muss ich mir auch nochmal das Acrobuch vom Xandi holen, wenner noch welche hat, denn am Gardasee hat mir ein eigentlich ganz netter Mensch mein Buch nicht mehr
zurückgegeben, obwohl er auf dem selben Camping wohnte, und abreiste ohne tschüss zu sagen und mit meiner Acrobibel verschwand. Spricht ja eigentlich für das Buch, aber irgendwie auch gegen meine
Menschenkenntniss... (wer weiß, was passiert ist?!) Jedenfalls hat mir die Gudrun, die ich am Landeplatz getroffen habe, gesagt, dass ich ihr mal meine Nummer geben soll, sodass sie ihm, falls
sie ihn noch sehen sollte, 30€ abknöpfen, und mir mein neues Buch schicken kann, wenns klappt. Find ich klasse, dass die Autoren sogar bei der Wiederbeschaffung ihrer eigenen Werke behilflich
sind! (Danke!)
Inzwischen bin ich in Greifenburg gelandet, und hab endlich mal wieder ein paar Bärte ausdrehen können, hatte aber die falschen Handschuhe an, für diese Vorhaben
und musste an Land noch ne ganze Weile warten, bis sich meine erfolgreichen Versuche die 3000er-Grenze zu knacken in weniger schmerzhafter Weise rächten.(Brrrrrrrr! Saukalt da oben! Un
schaukelig!)
Der Martin, das ist der „Lunghipunk“ aus Dresden, mit dem ich viel in Indien unterwegs war kommt in den nächsten Tagen auch hier runter und bringt auch den Jens
mit, den wir in Goa von der Klippe geschubst haben, mit dem Erfolg, dass er in Neuseeland seinen Gleitschirmschein gemacht hat (hoff ich mal, sah aber ganz gut aus, als ich da weitergezogen
bin).
Also....- jetzt bin ich erst mal wieder „aptudeht“, und versuche auch mal ob das Ösinetz in Verbindung mit meinem Spielzeuglaptop imstande ist ein paar Bilder noch
vor Sommerende auf meiner Seite erscheinen zu lassen...
Seid tapfer, haltet aus, wie bisher, bin bald wieder da!!!
Euer Jo
Das hier ist mein Platz aufm Camping in Malcesine direkt am Landeplatz. Ich war total umzingelt von Engländern, mit denen ich dann zwangsläufig das Spiel gegen Deutschland angeschaut hab.
Ich musst mich natürlich ein wenig mit dem Jubeln zurückhalten, aber Spaß gemacht hats trotzdem (oder deswegen?!).
Die Hecke, die hier entlang meines Platzes wächst, besteht zu 100% aus Jasmin, was echt lecker riecht. Jeden Morgen, wenn ich meinen verpupsten Bus lüftete, kam dieser superintensive Geruch in
mein Schlafgemach, und vermittelte mir das Gefühl, heute nicht duschen zu müssen, was sich dann aber spätestens in der Gondel ins Gegenteil umkehrte. Alles was ich gegessen oder getrunken habe,
schmeckte irgendwie nach Jasmin, was anfangs auch echt toll war, aber nach ein paar Tagen fühlt man sich wie ein überdimensionales Stück Seife.
Auf der alten Burg (wo sie vor ein paar Jahren den alten Goethe als angeblich österreichischen Spion verhaftet haben) war ein Bluesfestival, bei dem am zweiten Tag Sandra Hall auftrat, von der
ich mir auch gleich ne CD kaufen musste.
Um mich drumrum wohnten jede Menge Engländer, mit denen ich mir das Spiel gegen Deutschland anschaute. Ich durfte natürlich nicht ganz so enthusiastisch jubeln, aber Spaß hats trotzdem gemacht.
(Mir wahrscheinlich mehr als den Menschen aus Britannien). Der Gartenzwerg im englischen Fußballtrikot meiner Nachbarn hing dann am nächsten Morgen im Baum gegenüber (der arme!!!)
Da wurds mir dann zu heiß, und bevor ich dann auch noch wegen einigen eher überflüssigen Bemerkungen zum Thema Fußball ebenfalls im Baum nebenan oder in der Jasminhecke landete (mit den
Italienern konnte man über dieses Thema auch nicht mehr reden) bin ich dann mit meinem Bussl durchs Pustertal gebrummt, in Richtung Greifenburg. In Silian habe ich mir dann noch ein neues Paar
Fliegerstiefel geschossen, da meine alten dann echt durchgelatscht waren, und mir meine indischen Sandalen mehr Sicherheitsgefühl vermittelten.
Ein paar Meter hinter Silian habe ich dann einen Typ mit Packsack an der Straße latschen gesehen, und hab mit Blinklicht mitten auf der Straße angehalten. Der hat gedacht, dass er jetzt erst mal
nen Rüffel griegt, von der österreichischen Verkehrswacht und kam ganz vorsichtig zu mir hergelaufen. Er war dann heilfroh, nicht verhaftet zu werden, und anstattdessen mit mir bis zum Camping in
Greifenburg zu fahren, wo er auch wohnte. Zur Belohnung gabs dann erst mal Bier satt und ein lecker Essen für mich! Der Typ fliegt mit seinen 72 Jahren Strecken, von denen ich (bisher) nur
träumen kann. Es gibt noch viel zu lernen, und es lohnt sich glaub ich doch, einen gesunden Lebenswandel anzustreben, wenn ich in seinem Alter genauso fit durch die Gegend fliegen, und das
Rentenalter genießen will.
Gestren habe ich mir dann das Hollandspiel angeschaut, mit meinen neuen Nachbarn in Greifenburg – jeder Menge Holländer!!! Sie fragten mich, ob ich mitkommen wollte, in den „Holländer“ beim
Bahnhof, da ich doch sicher Fan ihrer Mannschaft wäre, was sie aus der Farbe meines Schirms, des Busses und meiner T-Shirts und Hemden schlossen. Den Bus wollten sie sich als „Oranje-Fanmobil“
für den anschließenden Autokorso ausleihen, aber da jeder von denen dann doch etwas zuviel Feierwasser getrunken hat, und kein Fahrer mehr zur Verfügung stand, haben wir uns darauf beschränkt,
den Campingplatz mit meinen Warnleuchten zu erhellen, und feierten noch ne lustige Paadie, an deren Ende ich sogar noch einen original „Beerenburg“-Likör mit dem Vereinsetikett „De Laffe Teckel –
Schermvliegclub“ für mein Geklampfe geschenkt bekommen habe! Da soll mal noch einer sagen, dass die Käiseköppe unfreundliche Mitmenschen wären! Heute abend, haben sie gesagt, jubeln sie dafür für
Deutschland, weil sie sich wie ich auch wünschen, dass wir uns im Endspiel wiedersehen. Da wird’s aber dann ernst – und die alte Fußballfeindschaft muss dann zumindest für diesen Abend wieder
aufgewärmt werden... Naja, mal sehen ob´s überhaupt soweit kommt?!
Gestern hab ich mir von Jochen (Air-Touch) den neuen Epsilon in der 23er-Größe ausgeliehen. Der geht mal richtig um die Kurve, wenn man nur mal den Kopf auf die Seite legt. Nach zwei Schauklern
war ich in nem Wingover, der sich gewaschen hat. Die Kiste macht echt Laune, und ich sollte mir mal ernsthaft Gedanken darüber machen, wie ich mir nen Lebenssponsor an Land zieh, um miir so
Spielzeug ganz einfach mal eben kaufen könnte. Deshalb an dieser Stelle der Aufruf: Schickt mir Geld, soviel wie möglich!!! Ich gebs auch bestimmt gleich aus!!! Sparen is was für Reiche, und bei
der heutigen Wirtschaftslage soll es sich ja eh eher lohnen, schulden zu machen, als in die Inflation rein Geld anzuhäufen, das dann weniger wert wird. Also – ihr könnt sogar Schulden machen, um
mich bei meinem Lebenssponsor-Projekt zu unterstützen. (meine Bankverbindung könnt ihr über nen Kommentar mit Emailanhang bekommen...- ganz bestimmt, ehrlich!)
Naja, jetzt is erst mal gut mit Blödsinn tippen – ich geh jetzt besser mal fliegen.
Bis bald, euer Jo
Ich habe sogar originale Kunstwerke in meinem Bus hängen. Dieses hier ist von meiner Nichte Rebekka. Besonders toll finde ich den selbstgefalteten Rahmen!!! (Danke Rebekka, ich freu mich
jeden Morgen, wenn ich aufwache und dein Bild seh!!! Dein Onkel Jochen)
Also gugguggs erst mal.. ich hab mal wieder was zu berichten.(Irgendwie komm ich mir manchmal vor wie der Weltreisende Fraggel, der immer von den merkwürdigsten Sachen berichtet)
Gestern war MEIN TAG!!! Ich habs endlich geschafftt, ein bissl zum Knoten zu fliegen, dann an der Emberger richtig aufzudrehen, bis mir die Sonnenbrille beschlagen ist, und meine Finger echt
frisch wurden (weil ich Depp bei der Hitze am Start mal wieder nicht glauben konnte, dass es auf 3000m halt doch etwas kälter wird, sogar im Hochsommer, bei 36 Grad im Tal, und mal wieder die
fingerlosen Motorradhandschuhe angezogen hab.) Dann erst bin ich diesmal an den Gaugen geflogen, hab da nochmal auf 2900m aufgedreht und bin diesmal echtn bissl höher am Stagor angekommen, als
sonst, ich hab mich aber dann trotzdem von Rinne zu Rinne an den Wasserfällen vorbei bin hinter die Radlberger Alm gekämpft, und da hab ich dann endlich den Bart gefunden, der mich dann bis über
das Gipfelkreuz hochgebimst hat ( ich wusste garnicht dass mein Vario solche Töne draufhat!). Von da bin ich dann erneut mit kalten Fingern bei 3000m rüber zum Weißensee an die Brücke und von da
die Ridge entlang, rüber zum Steinbruch und noch bis fast zum Holzwerk und dann ab zum wirklich verdienten Landebier!!! Das ganze hab ich natürlich noch komplett mitgefilmt, da hab ich dann mal
echt was zum gucken, wenns mal wieder pisst im Winter in good old Tschörmennie. Jou – war echt der Hammer, jetzt brauch ich ein neues Ziel, deshalb bin ich heute mal rüber an den Ossiacher See
gebrummt, denn jetzt wird geschaukelt! Am Landeplatz hab ich dann auch gleich den Xandi getroffen, der mir mal bei meinen Satversuchen morgen früh zugucken will, um mir noch den einen oder
anderen Tipp zur schnellen Ausleitung und so weiter geben will... Da bin ich mal gespannt! Den Kragen zieh ich mal an undn Boot is auch fast immer im Wasser, wobei ich nicht beabsichtige, beides
benutzen zu wollen... Ende August organisiert er hier am Ossiacher See nen Akro-Worldcup, und hat dadurch ziemlich viel zu tun. Das will ich mir auf jeden Fall anschaun! Danach muss ich aber dann
wirklich nach Hause, und mir ne Wohnung suchen, in der Südstadt KA am besten. Ne Stelle wurde mir immernoch nicht zugewiesen, aber ich weiß ja inzwischen, dass die Amtsmühlen zu Hause, wie
überall auf der Welt arg langsam mahlen, aber halt nicht wie in vielen Teilen der Welt mit etwas Bagschisch zu angemeesseneren Geschwindigkeiten bewegt werden können. Und in dem Verein spiel ich
auch noch mit! Naja, dann mach ich mich jetzt mal genauso locker wie die, und lass halt mal alles auf mich zukommen. Aber ich weiß nicht, wie ein etwas seriöserer Mensch meines Berufsstandes,
womöglich noch mit Familie und Schulden fürs Haus es verkraften könnte, spontan auf 3500 € zu verzichten, weil dein alter Arbeitgeber dir nach 10 Jahren harter und unterbezahlter Arbeit in den
Arsch tritt und es dann noch für nötig empfindet, dir auch noch in deiner Abwesenheit die letzten 1,5 Monatsgehälter nicht zu bezahlen, obwohl dies fest zugesagt war. Also, was lernen wir daraus:
lass dir in Deutschland alles schriftlich geben, ob die sichere mündliche Zusage von nem netten Menschen kommt oder auch von einem Arschloch. (Falls jemand aus der Führungsriege meines alten
Arbeitsgebers das hier liest, darf er sich selbst entscheiden, zu welcher Kategorie er/sie gehört! Aber versucht nicht auch noch euch selbst zu verarschen... seid ehrlich zu euch selber und
schämt euch!) Tja und dann ist bis jetzt noch unklar, wo ich hinkomm, wodurch sich die Wohnplanung dann auuch extrem nach hinten schiebt, ich hoffe nicht bis in den Beginn meiner neuen Arbeit,
was ja dann zum Nachteil meines neuen Arbeitgebers werden würde, da es bestimmt „uncool“ wäre, mit meinem Bussl auf den Schulhof zu stehen, in den ersten Wochen, bis ich da, wo ich halt dann
hinkomm ne Bude gefunden hab.
Aber ich mach da mal jetzt kein Problem draus, es wird schon sicher aller gut, und wenn nicht, dann muss ICH ´s halt besser machen, wenns die anderen nicht können! Und damit is jetzt auch Schluss
mit Job, und Kohlegelaber, denn das sind mal echt Nebensachen und ziemlich unwichtig momentan und zudem passts auch nicht zu meinem blog.
Ich hab mir letztens einen halben Tag lang ein neues Videoschnittprogramm runtergeladen, mit dem ich tatsächlich sogar auf meinem Spielzeugcomputer die Gopro-Filme schneiden und konvertieren
kann, was zwar ewig dauert, aber funktioniert! Nur den 5-Minuten Film dann ins Netz zu stellen hätte dann über das GPRS-Ösinetz geschlagene 880 Minuten gedauert, in der Rezeption nur noch 1,5
Stunden für 15 €, also hab ichs erst mal gelassen. Mal schaun, ob ich hier in den Alpen noch nen Computer find, der nicht noch immer mit Dampf betrieben wird...
Es ist unglaublich!!! Ich habe hier in Ösiland tatsächlich ein UMTS netz gefunden, da hab ich euch doch gleich mal nen netten Film von meinen ersten SAT-Versuchen in Greifenburg hochladen müssen,
auch wenns mich ein paar Euronen und 2,5 Stunden gekostet hat... viel Spaß
Samstag 24. Juli
Hallo, da bin ich wieder!
Inzwischen hab ich mal wieder ein wenig erlebt, von dem ich euch berichten will:
Also zuerst mal bin ich nach Tolmin gezuckelt, vorbei an unwahrscheinlich riesigen und beeindruckenden Felsgipfeln, runter ins wunderschöne Socatal. Da hab ich den Wolle gleich mal am Landeplatz
abgeholt, wo sich dann immer mehr Schwarzwaldgeier versammelt haben, und beschlossen heute an Wolfgangs Haus zu grillen. Also noch fix einkaufen, und dann die Fettschläuche auf die Glut zu
schmeißen. Zu meinem und auch dem Glück der Würste hat dann Kurt den Job übernommen, das kanner nämlich echt gut, im Gegensatz zu anderen Dingen, von denen er das auch behauptet (ich sach nue
Botongtreppe mittn aufm Startplatz – macht fast dem Lose-Gedächtnispfahl Konkurrenz!) Aber es war wie gesagt ein schöner Grillabend mit meinem Verein.
Am nächsten Tag gings dann an den Koballa – neh nich Kadalla, wenn das ein paar Geier auch immer gesagt haben. Von da bin ich noch so 2-3 Hügelchen weiter im Socatal entlang und dann zu dem Kegel
am Landeplatz und da gings nochmal richtig schön hoch, nur halt in der Talmitte – das kann man doch nur wegbasteln, oder?! Also Saten und Wingovern bis unten... Hat echt Spaß gemacht, und war
auch gleichzeitig das Startzeichen für Martin (der „Lunghi-Punk“, s. Indien), der mich aus der Stadt kommend hat rumspielen sehen. Kurz darauf kam dann auch noch Jens, dem wir ein bissl das
Fliegen in Indien beigebracht haben. Na da war ja der ganze Haufen wieder zusammen. Wir haben einige superschöne Tage in der Luft,und danach an der Soca am Strand verbracht. Der Fluss ist
saukalt, aber dadurch auch hervorragend zum Getränke kühlen geeignet. Am besten war es, reinzuspringen, und für 3-5 Sekunden drin zu bleiben, und dieses Ritual Viertelstündlich zu wiederholen. Es
war nämlich um die Mittagszeit drückend heiß und schwül, und wenn du nicht unter ner Wolke gehangen bist, dann war der einzige Platz, an dem mans auch aushalten konnte, am Fluss.
Als die drei dann zurück nach Dresden gefahren sind bin ich auch wieder zurück an den Lindenhof am Ossiacher See, das ist das Akro-Flieger-Camp. Da bekommt man abends beim Grillen und Chillen
interessante Tipps zu den Flugfiguren, die man grad so ausprobiert. Und man bekommt von Manövern zu hören, von denen man eigentlich denkt, dass das gar nicht geht...
Hier versucht sich jeder zweite Pilot an Infinitys überm See, da kommste dir mit so nem Sat und nem Fullstall doch ziemlich mickrig vor, aber ich hab ja da noch ein paar Tipps zum Weiterüben!
Filmmaterial hab ich von dem Geschaukel, Gedrehe und Geplumpse jede Menge, aber mir fehlte bisher ganz einfach die Zeit, mich groß um meinen blog zu kümmern und euch da was zusammenzuschneiden.
Heute ist der erste unfliegbare Tag seit langem und meine Rückenmuskeln, die halt fürs Akrofliegen doch (noch) etwas unterentwickelt sind, sagen: „Danke lieber Nordföhn!“
Der Jörg hats nicht ausgehalten und hat sich ein paar österreichischen Tandempiloten angeschlossen, um zu schaun, obs heute in Gemona in Italien 1 Stunde von hier am nördlichen Prallhang geht...
mal schaun, was er heute abend berichtet...
Hier sind jede Menge lustige Leute unter den Akrofliegern und den Tandempiloten, und wir sitzen oft zu lang in die Nacht rein zusammen. Vorletzte Nacht hat ein Pilot seinen Film gezeigt, der noch
in der (wirklich perfekten) Rohfassung wunderschöne Bilder aus Pokhara in Nepal zeigt. Da beschreiben sie die Reise von drei Freunden, um einen neuen Weltrekord im Tumbling aufzustellen, so im
Stil von „Never ending Thermal“. Der Film ist absolut sehenswert, und einige Freunde von ihm haben um eine Kopie gebettelt, aber der Film kommt (leider) erst ungefähr in einem Jahr auf den Markt
(...freut euch drauf!)
Nach Greifenburg ziehts mich immmoment noch gar nicht, denn hier hab ich halt doch jeden Tag erneut Freude an meinen Fortschritten, was mir beim Streckenfliegen bisher noch ziemlich verwehrt
blieb. Und insgesamt 4000-5000m verbrat ich hier am Tag – das ist mehr als ich an den meisten Tagen in Greifenburg nicht geschafft hab! Und es macht ganz einfach wahnsinnig Spaß sich über dem See
rumbeuteln zu lassen und den Flügel mal wieder richtig auszuschütteln. Mal schaun, was der Wind so die nächsten Tage treibt, und was man da so machen kann...
Die Inder müssten auch schon längst da sein, und gestern hab ich dann von Manni und Mike erfahren warum sie sich verspätet haben: Die Döspaddl ham ihre Pässe auf der Reise irgendwie verschmissen,
und da hatten sie grad ganz frisch ihre 5-Jahres Visa reingeklebt bekommen, was wohl ne Menge Vorarbeit gekostet hat! Naja, mal guccken, wann die dann mal endlich in Paris loskönnen und herkommen
– ich freu mich schon die wiederzusehen.
Ach ja – dass ichs nich vergess: ICH HAB NEN SCHULPLATZ IN KARLSRUHE IN DER NORDWESTSTADT!!! Also, falls jemand was von ner netten günstigen Bude in KA weiß, am liebsten in der Südstadt, dann
würd ich mich über eine Nachricht im Kommentarbereich freuen. Ich komme voraussichtlich ende August zurück und hoffe, dann nicht mehr allzu lange in meinem Bus zu wohnen, auch wenns jetzt noch
saugemütlich und komfortabel genug ist (solange das Wetter gut ist!)
Ich versuche mal, euch noch ein paar Bilder hochzuladen, bis bald,
euer Jo
Hier fand ich den Blick auf die Lienzer Dolomiten von der Embergeralm aus so schön...
Das ist der Weststartplatz auf der Gerlitzen am Ossiacher See. Ich hab mir jetzt ne Tupperdose gekauft, damit ich die Kamera auch mit übers Wasser nehmen kann - die Gopro ist ja wasserdicht.
Das ist der Blick von der Burg Landskron auf den Gerlitzen-Berg. Am hinteren Gipfel wird gestartet, und dann vor auf den vorderen geflogen um noch mal Höhe zu machen (ohne Vario - könnt ja nass
werden!) und gehts raus aufn See...
Den Geier hinter Gittern hab ich auf der Burg knipsen können. Vielleicht kann ich den ja noch irgendwie auf der Schwarzwaldgeier-Seite verwenden...
Endlich hats mal wieder geregnet - Abkühlung tut guuuuuuuut!!! (...undd sieht auch noch schön aus...)
Das ist der Südstartplatz an der Gerlitzen, aufgenommenn mit der Gopro. Demnächst möchte ich mal die Serienbildschaltung beim Wingovern ausprobieren...
bis bald mit mehr...
euer Jo
...und hier ist ein kurzer Querschnitt von meinen täglichen Übungen...
...die Übungen sind noch nicht perfekt, aber deswegen üb ich ja...
Bei dem Flug haben der Jörg und ich die Helme getauscht.
Dienstag, 3. August
Fronttag ist Blogtag! O.K. Ich hab mich schon wieder ne ganze Weile nicht gemeldet, aber ich hab hier einfach keine Zeit, denn bei gutem Wetter ist hier der Tagesplan echt gestopft voll:
Der Wecker brüllt um halb acht (somit gewöhn ich mich langsam auch wieder an die unmenschlichen Zeiten, zu denen die deutschen Schüler – und damit auch die Lehrer, aufstehen müssen), dann wird
ein Kaffee ins Gesicht geschüttet, das ich meistens noch aus reinen CW-Wert-Gründen freikratze, und anschließend geht’s auf zur Kanzelbahn. Zum Wachwerden zieh ich dann täglich als erste Übung
mal nen Fullstall, oder zwei, welche ich durch Sackflug dann irgendwie immer wieder versuche in den Heli zu zwingen. Aber irgendwie schlägts mir dann immer nur mein Tuch um die Ohren. Gestern hab
ich während dem Sackflug nochmal kurz nachdenken wollen, was mir der Lino so erzählt hat, über meine Bewegungsabläufe – da isser ganz von alleine in die gewünschte Drehbewegung gegangen also hab
ich da wohl mal meinen ersten Heli geflogen, aber halt nur ausversehen, und ich kann ja nicht jedesmal warten, bis mein Schirm von selbst macht, was ich eigentlich vorhab! Jedenfalls schmeckt mir
momentan mein tägliches Adrenalin-Frühstück ganz gut, aber spätestens um 2 muss ich mal kurz an mein Bussl um mal was echtes zu essen, denn SAT macht halt doch nicht so richtig satt...
Unsere Gemeinschaft hier am Lindenhof hat sich inzwischen auch ordentlich erweitert, und ich habe viele Piloten wiedergetroffen, die ich irgendwo auf meiner Reise kennengelernt habe. Die „Flying
Babas“ aus Indien sind jetzt auch meine Nachbarn, mit denen wir dann meistens viel zu lange bis spät in die Nacht im „Akrolager“ abhängen. Inzwischen haben wir auch die „Baba-Band“ gegründet,
denn hier gibt’s ein paar echt gute Musiker, und wir düdeln dann den gesamten Campingplatz zusammen. Manche kommen um sich zu beschweren, andere um Filmaufnahmen fürs Ungarische Fernsehen zu
machen.
Du hörst hier täglich (ähh, besser gesagt: nächtlich) mindestens 20 lustige oder spannende Fliegerstorys, die ich hier nicht alle aufschreiben kann, denn so lange dauert hier ein Frontdurchgang
halt doch nicht, aber von einem schrägen Typen will ich euch mal berichten, mit dem ich ein paarmal zusammen auf den Berg gefahren bin:
Dieser Mann im eher gesetzteren Alter hüpfte gemeinsam mit seinem Terrier grad noch in meine Gondel. Sein Hund hatte als einziger das Glück, dass sein Kopf aus dem Mini-Fenster in der stickigen
und ungefähr 50 Grad heißen Gondel passte, und machte ein mords Gestöber, als wir die Mittelstation erreichten, denn er freute sich, wie mir Karl berichtete, schon auf die anschließende Fahrt im
Sessellift, wo er die ganze Zeit unten auf den Füßen seines Herrchens stand und nur mal zu uns hochhüpfte, wenn ein Gleitschirm über uns wegflog, um ihn zu verbellen. Am Startpltz wird der Hund
dann richtig aufgeregt, und hüpft nur noch im Dreieck, in der Vorfreude auf den nächsten Flug. Wenn dann nebendran jemand vor diesem lustigen Tandemteam startet, dann wird der Pilot laut verbellt
(Karl meint, dass der Hund sich halt darüber beschwert, nicht gleich vom nächsten mitgenommen worden zu sein – und überhaupt sei jetzt er an der Reihe. In der Luft ist der sonderbare Passagier
dann am Bauch seines Herrchens hängend total ruhig und genießt den Flug. Karl erzählte mir, dass sie schon mehr als 1500 mal zusammen gestartet sind, und dass der Hund auch echt Spaß beim
Sicherheitstraining hatte!. Aber letzte Woche hatte sein Hund anscheinend immer noch nicht genug und ist ihm unten auf dem Parkplatz ausgewitscht, rannte zur Seilbahn, hüpfte in die nächstbeste
Gondel, in der sich die Fahrgäste über ihren Gast ziemlich wunderten, aber sehr erstaund waren, dass der Hund an der Mittelstation dann auch noch durch die Absperrung rannte, um gleich zu den
nächsten Gästen in den Sessellift zu hopsen, die auch ziemlich erstaunt waren. Oben wartete er dann auf Karl, der dann halt doch nochmal seinem Hund auf den Berg hinterhergondeln musste um ihn
halt doch noch ein letztes mal für diesen Tag runter zu fliegen.
Um ein Haar hätten wir fast auch noch richtig prominenten Besuch bekommen, denn der Rosi war grad unten in Greifenburg um ein paar Aufziehübungen und Schulungsflüge mit diesem Künstler zu machen,
der Leichen zerschnipselt und sie dann so lustig drappiert. (Ich nenne hier jetzt mal keinen Namen...- ich wüsste nur gern, ob der mit Helm oder Hut fliegt! Oder mit Hut aufm Helm?) Die wollten
eigentlich noch aufn Akrotandem runter an den See kommen, aber Rosis Promi musste dann doch plötzlich zurück nach D. Tja so is das halt middie Ginschdla – imma uffm Schbrung...
Ich mach hier echt gute Fortschritte mit der Akrofliegerei, und freu mich, mich demnächst auch mal unter so ne kleine Akrotüte hängen zu dürfen, die mir Manni mal ausleihen will. Zur Zeit gibt es
hier täglich 3-4 Wasserlandungen, und wenn du in „die Box“ fliegst, dann musst du teilweise echt aufpassen, dass dir nicht einer von oben in die Kappe stallt oder tumbelt. Da heißts dann halt
auch möglichst schnell ins nächste Manöver zu kommen, und zu testen, ob die Erdanziehungskraft auch echt noch funktioniert, was sie dann auch meistens tut – und wie!!! Macht echt Laune, und ich
versteh jetzt schon ein bissl mehr, warum die Leute hier in der Akro-Gemeinschaft sagen, dass das Streckenfliegen im Gegensatz zu ihrer Art des Fliegens doch irgendwie viel zu langweilig wäre. Im
Schnitt kommen die hier so auf 500-700 Flüge in der Saison – die hab ich grad mal so in meiner bisherigen Fliegerlaufbahn zusammenbekommen!
Jedenfalls bin ich froh, heute mal wieder nen Fronttag zu genießen, denn mir tut mein Buckel mal wieder ganz schön weh, aber nich von verhundsten Landungen, sondern vom vielen SATen und Stallen.
Ich Sportskanone hab halt noch nicht die Rückenmuskulatur aufgebaut um die teilweise doch überraschenden G-Kräfte und das damit verbundene dagegen-arbeiten ohne Muskelkater wegzustecken.
Grad ist Sachit rumgekommen, und hat gefragt, ob ich mal rüberkomm auf ne Frühstücks-Musi-Session. Mach ich doch glatt, - also bis später...
euer Jo