Tuesday, 3. august 2010 2 03 /08 /Aug. /2010 21:11

Dienstag, 3. August

 

Ich hab jetzt mal ne neue Seite aufgemacht, weil ich bei der anderen immer rausgeschmissen werde. Hier erst mal ein paar Bilder:

 

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Die Inder sind endlich da!!! Die "Flying Babas"-Gemeinschaft wächst hier von Tag zu Tag, und inzwwischen rennen wir alle mit den Baba-Shirts rum...

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Manni und ein paar anderen Mädels wurde es da oben auf der Gerlitzen ein bissl zu kalt, da haben sie sich "eingebendert"...

 

 

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Dem Xandi hingegen wars mal überhaupt nicht kalt, bei dem Anblick. Ach ja, - so´n Profidasein hat dann auch mal ab und zu seine Vorteile... (bei dem Bild lohnt sich das ranzoomen auch!!!)

 

 

Hier hab ich grad mal durch die wartende Fliegerschaft vom Lindenhof quer durchgefilmt...

 

bald kommt mehr...

euer Jochen

 

 

Hier bin ich in ne kleine Wolkenlücke reingeflogen, die dann aber doch noch ein bissl zugemacht hat...

 

 

Das sind meine ersten Heliversuche, die noch kräftig schiefgehen, aber dann machts zugucken mehr Spaß...

 

 

Jaaa, - also zu den Heliversuchen, die in dem Film zu sehen sind sollte ich, glaub ich, erwähnen, dass hier die Hauptaussage auf dem Teil „Versuche“ liegt, denn Helis sind das mal gar keine. Aber Spaß machts! Da wirste zumindest mal so richtig wachgerüttelt.

Hier im Akrolager gehen abends die Diskussionen hauptsächlich um irgendwelche hundsgemeinen Manöver, und entsprechende Schirmreaktionen, bei kleinen Fehlern (Da griegste grad Angst vorm Fliegen, wennde die so reden hörst!) und bestätigt wird dann das ganze noch mit ausreichend Videomaterial, weil hier fast jeder ne Gopro am Knie hängen hat. Wirklich lustig ist es die Wasserlandungen anzuschaun. Grad weil die Kamera am Knie befestigt ist, sieht man besonders gut wie oft die Jungs sich in den Leinen verhuddeln. Aber so richtig gruselig ist es, davor den Mehrfachtwist im Spiralsturz in Richtung Fischerboot zu sehen, (Skock hat vorgestern eins um 5m verfehlt! Also ich würd mir ja nen anderen Platz zum Angeln raussuchen, als ausgerechnet da, wo täglich 3-4 Piloten ist Wasser platschen und dir auf den Kopf fallen könnten), manche landen auch in die Bäume zwischen Wasser und Landeplatz (im Lee). Da wird zumindest der Retter nicht schon wieder nass... (manchmal weißt du gar nicht mehr wo du landen sollst, weil die halbe Wiese mit nassen Rettern und Schirmen ausgelegt ist)

Ich bin hier seit den letzten 2 Tagen gegroundet, weil mir mein inzwischen doch schon etwas älterer Buckel deutlich zu spüren gibt, dass ich das mit dem Sat jetzt erst mal besser bleiben lassen sollte. Irgendwas hats da hinten verschoben, und beim Verabschieden der Inder hat mir nochmal einer von denen so richtig ordentlich auf mein eh schon lädiertes Kreuz gehauen, und da hats dann irgendwie nochmal geknakst, - und jetzt ernähr ich mich halt von Rheumatabletten und schau den anderen beim Fliegen zu...Jetzt soll eh erst mal ne Front reinkommen, und danach üb ich halt nur noch etwas weniger rückenmalträtierende Manöver, bis ich wieder fit bin, denn ich würd schon nochmal gern ausprobieren, was passiert, wenn ich den Sat langsam überzieh (Xandi meint, dass sich das System nach 2 ½ Runden soweit beruhigt hat, dass man dann z.B. über einen Fullstall ausleiten kann)

In letzter Zeit machen wir öfter mal ne Grill-und-Musi-Session bei Lino vor dem Wohnwagen, wo eine große Plane verspannt ist, und dem Ganzen dann so nen Anflug von Akro-Zirkus-Stimmung verleiht. Überall auf den Tischen stehen Computer rum, auf denen irgendwelche Gopro-Filmchen laufen, und man versammelt sich mal hier, mal da vor einem Bildschirm, um irgendwelche gelungenen oder auch kräftig misslungenen Manöver mit Raunen zu bestaunen und anschließend (nach mehrmaligen Wiederholungsschleifen, weil immer noch irgendeiner – meistens Collin – ruft: „One more time, please!“) in wilde Diskussionen ausgebrochen wird, was man in dieser Situation noch besser oder falscher machen hätte können. Das Ganze läuft aber dann auch noch in einem kunterbunten Sprachmix ab, den man grob als :

italofranzösisches Vorarlbergerbrasilianisch mit anglomazedonisch-kolumbianischem Hindiakzent der mit einer leicht rumänisch-ungarischen Sprachmelodie gewürzt ist“

bezeichnen könnte.

Natürlich darf man hier auch nicht die Kärntner vergessen, die wohnen ja schließlich hier, aber die versteht man so schlecht, wenn man sich erst mal an den Sprachkauderwelsch am Camp gewöhnt hat. Mal schaun, ob ich in ein paar Wochen meine Landsleut dann überhaupt noch versteh?! Ach ja, übrigens, ich weiß nicht, ob ichs überhaupt schon erwähnt habe, dass ich meinen Text hier, wie auch die meisten anderen, nicht nochmal großartig korrekturlese, und da kanns schon sein, dass es so aussieht, als ob ich irgendwelche Schreibfehler in meinem Text verstecken würde, aber ich sags euch – des is alles nur Dialeggd – und natürlich voll beabsichtigt! Aber falls jemand dann doch mal tatsächlich einen richtigen Rechtschreibfehler finden sollte, - dann darf er ihn behalten!

Soooo und jetzt koch ich mir erst mal meinen zweiten Frühstückskaffee – is ja Urlaub – und da kann man ja auch mal ein bissl gemütlich machen, oder so ähnlich...

 

euer Jo

 

Freitag, 13. August

 

Heute morgen habe ich eine E-Mail von den Laffe Teckels bekommen, da issn Filmchen von der kleinen Oranje-Feier vor ein paar Wochen mit drauf...

viel Spaß auf der Seite von dem echt lustigen Club:

link

 

euer Jo

von Jo
Kommentar hinzufügen - Kommentare (1)ansehen
Friday, 2. july 2010 5 02 /07 /Juli /2010 17:58

Hallo Leute, da bin ich wieder!!!

 

Zuallererst mal ganz dick Entschuldigung an alle!!! ich weiß, ich hab mich schon ewig nicht mehr gemeldet, aber ich bin halt erst mal mit meinen Kumpels zu Hause um die Häuser gezogen, hab ein bissl Musik mit meiner Lieblingsband "Hawkins" gemacht, und war halt ein wenig im Schwarzwald rumfliegn, was nach der ganzen Reiserei doch ziemlich unspektakulär und für mich zunächst deeswegen nicht allzu berichtenswert war. Aber rückblickend fallen mir dann doch die einen oder anderen Momente ein, von denen es sich lohnt, zu berichten...

 

 

Eigentlich bin ich mit dem Ziel zurückgekommen, mal wieder richtig wild in den Alpen rumzufliegen, und dafür noch das ganze Frühjahr zur Verfügung zu haben! Aber zunächst war da mal irgendwie das Wetter nich so ganz auf meiner Seite. Den Kachelmann hamse abgeknastet, musst ich dann noch hören, un dann hat mich gar nichts mehr gewundert – wer so denn dann noch unser Wetter machen? Da is doch der Hörmann dann doch völlig überfordert – kann ja nich gut gehen, is ja klar, dasses dann pisst und stürmt in Schland und im gesamten Alpenraum. Mich hat so irgendwo zwischen Hinterkopf und Bauchnabel ein Gedanke an Wegfliegen nach sonstwo gekitzelt, und ich wär auch bestimmt , wenns so weitergepisst und gestürmt hätte, dem Ruf der unbekannten Welt gefolgt, wenn mich da nicht schon wieder mein Alltag eingeholt hätte, und mir mein ehemaliger Arbeitgeber im Nachhinein dann auch noch finanzielle Probleme machen will worauf ich hier aber jetzt nicht näher eingehen will, weil ich jetzt schließlich im Urlaub bin, und die mich eh mal kreuzweise usw....

Also hab ich dann erst mal mit Hilfe meines Freunds Gorg meinen Bus soweit umgebaut, dass ich jetzt alles superordentlich in Schränke und Schubladen verstauen kann, und aus meinem Riesenbett hab ich jetzt ne gemütliche Sofaecke gebastelt, die ich natürlich sofort wieder in mein bisheriges Bett umbauen kann. Zum ersten Testen bin ich dann erst mal zur BAWÜ-Open in Oppenau und an den Lac d`Annecy gefahren, und bin dort lustig aber kurz rumgeflogen, und mal wieder richtig viiiiele Leute getroffen, die mir erzählten, dass sie zumindest ab und zu mal in meinen blog reingeschaut ham. Hat mich echt umgehauen, wie viele positive Reaktionen da auf mich einflogen. Auf jeden Fall war nach all den Zusprüchen klar: Ich muss da wohl nochn bissl mehr schreiben. Deshalb zunächst mal an dieser Stelle:

Vielen, vielen Dank euch allen, die ihr mich mit euren Kommentaren, Zusprüchen, Lob und Kritik unterstützt habt – ich find euch Klasse, und ich glaube, ich hätte auch schon viel früher aufgehört diese Seite weiter zu pflegen. Wenn ihr wollt, dass ich euch auf eure Kommentare antworte, dann müsst ihr mir eure email im Kommentar mitteilen, denn ihr kommt da alle anonym rein, und manchmal hätts mich schon gefreut, den einen oder anderen Kommentar zu einer Konversation werden zu lassen...

 

Auch vielen, vielen Dank an alle, die ich bisher auf meiner Reise so kennengelernt habe! Es war ne tolle Zeit bisher und da habt ihr alle stark mit dazu beigetragen. Die Welt ist echt schön, soweit ich das bisher erleben und sehen durfte, aber noch viel schöner ist es, festzustellen, dass überall auf dieser echt kleinen Kugel (so wirkt sie zumindest, wenn man mal drumrumgereist ist) unglaublich nette, lustige, hilfsbereite und herzliche Menschen leben, und du musst noch nicht einmal großartig danach suchen. Also nochmal: Danke, ihr alle, dass ihr so seid wie ihr seid, und bleibt so!!!

 

Da nur noch wenige kleine Veränderungen an meinem Bussl nach der Testfahrt vorgenommen werden mussten, bin ich dann auch, sobald absehbar war, dass ich nicht in die nächste Sintflut reise (mein Bussl kann halt nicht so gut schwimmen) losgezogen an den ersten Ort in den Alpen, der so langsam abgetrocknet sein musste: an den Gardasee. Da bin ich erst mal sooft lecker Essen gegangen, dass mir die neuen Hosen, die ich mir bei meiner Rückkehr geholt habe, schon fast wieder am Bund gezwickt haben. Dann bin ich aber erst mal ein paar mal vom Mt. Baldo gehopst, und hab mich und meine Tüte überm See so richtig durchgeschüttelt. Ich hab mit meiner Gopro weiterhin jeden Flug komplett gefilmt, und es sind da auch so ein paar Szenen , die eigentlich auf diese Seite gehören, aber ich schaffs nicht mit dieser Krücke von Computer, mp4 in HD-quali zu bearbeiten. Da fängt er an zu rauchen und streikt, die faule Sau (eigentlich sympatisch aber Biertrinken kann man halt nicht mit dem!)

Durch meine ganze Überei über Wasser hab ich inzwischen die hohen Wingover ganz anständig drauf, und hab mich auch so langsam an den (überhaupt nicht langsamen) SAT rangewagt, den ich manchmal auch hier in Greifenburg mit genug Höhe unterm Arsch in der Talmitte weiter verfeiner. Bald geht’s aber an den Ossiachersee, da kann ich sowas nochn bissl mehr an die Grenze treiben. Zudem muss ich mir auch nochmal das Acrobuch vom Xandi holen, wenner noch welche hat, denn am Gardasee hat mir ein eigentlich ganz netter Mensch mein Buch nicht mehr zurückgegeben, obwohl er auf dem selben Camping wohnte, und abreiste ohne tschüss zu sagen und mit meiner Acrobibel verschwand. Spricht ja eigentlich für das Buch, aber irgendwie auch gegen meine Menschenkenntniss... (wer weiß, was passiert ist?!) Jedenfalls hat mir die Gudrun, die ich am Landeplatz getroffen habe, gesagt, dass ich ihr mal meine Nummer geben soll, sodass sie ihm, falls sie ihn noch sehen sollte, 30€ abknöpfen, und mir mein neues Buch schicken kann, wenns klappt. Find ich klasse, dass die Autoren sogar bei der Wiederbeschaffung ihrer eigenen Werke behilflich sind! (Danke!)

Inzwischen bin ich in Greifenburg gelandet, und hab endlich mal wieder ein paar Bärte ausdrehen können, hatte aber die falschen Handschuhe an, für diese Vorhaben und musste an Land noch ne ganze Weile warten, bis sich meine erfolgreichen Versuche die 3000er-Grenze zu knacken in weniger schmerzhafter Weise rächten.(Brrrrrrrr! Saukalt da oben! Un schaukelig!)

Der Martin, das ist der „Lunghipunk“ aus Dresden, mit dem ich viel in Indien unterwegs war kommt in den nächsten Tagen auch hier runter und bringt auch den Jens mit, den wir in Goa von der Klippe geschubst haben, mit dem Erfolg, dass er in Neuseeland seinen Gleitschirmschein gemacht hat (hoff ich mal, sah aber ganz gut aus, als ich da weitergezogen bin).

Also....- jetzt bin ich erst mal wieder „aptudeht“, und versuche auch mal ob das Ösinetz in Verbindung mit meinem Spielzeuglaptop imstande ist ein paar Bilder noch vor Sommerende auf meiner Seite erscheinen zu lassen...

 

Seid tapfer, haltet aus, wie bisher, bin bald wieder da!!!

 

Euer Jo

 

 

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  Das hier ist mein Platz aufm Camping in Malcesine direkt am Landeplatz. Ich war total umzingelt von Engländern, mit denen ich dann zwangsläufig das Spiel gegen Deutschland angeschaut hab. Ich musst mich natürlich ein wenig mit dem Jubeln zurückhalten, aber Spaß gemacht hats trotzdem (oder deswegen?!).

 

 

Die Hecke, die hier entlang meines Platzes wächst, besteht zu 100% aus Jasmin, was echt lecker riecht. Jeden Morgen, wenn ich meinen verpupsten Bus lüftete, kam dieser superintensive Geruch in mein Schlafgemach, und vermittelte mir das Gefühl, heute nicht duschen zu müssen, was sich dann aber spätestens in der Gondel ins Gegenteil umkehrte. Alles was ich gegessen oder getrunken habe, schmeckte irgendwie nach Jasmin, was anfangs auch echt toll war, aber nach ein paar Tagen fühlt man sich wie ein überdimensionales Stück Seife.

Auf der alten Burg (wo sie vor ein paar Jahren den alten Goethe als angeblich österreichischen Spion verhaftet haben) war ein Bluesfestival, bei dem am zweiten Tag Sandra Hall auftrat, von der ich mir auch gleich ne CD kaufen musste.

Um mich drumrum wohnten jede Menge Engländer, mit denen ich mir das Spiel gegen Deutschland anschaute. Ich durfte natürlich nicht ganz so enthusiastisch jubeln, aber Spaß hats trotzdem gemacht. (Mir wahrscheinlich mehr als den Menschen aus Britannien). Der Gartenzwerg im englischen Fußballtrikot meiner Nachbarn hing dann am nächsten Morgen im Baum gegenüber (der arme!!!)

Da wurds mir dann zu heiß, und bevor ich dann auch noch wegen einigen eher überflüssigen Bemerkungen zum Thema Fußball ebenfalls im Baum nebenan oder in der Jasminhecke landete (mit den Italienern konnte man über dieses Thema auch nicht mehr reden) bin ich dann mit meinem Bussl durchs Pustertal gebrummt, in Richtung Greifenburg. In Silian habe ich mir dann noch ein neues Paar Fliegerstiefel geschossen, da meine alten dann echt durchgelatscht waren, und mir meine indischen Sandalen mehr Sicherheitsgefühl vermittelten.

Ein paar Meter hinter Silian habe ich dann einen Typ mit Packsack an der Straße latschen gesehen, und hab mit Blinklicht mitten auf der Straße angehalten. Der hat gedacht, dass er jetzt erst mal nen Rüffel griegt, von der österreichischen Verkehrswacht und kam ganz vorsichtig zu mir hergelaufen. Er war dann heilfroh, nicht verhaftet zu werden, und anstattdessen mit mir bis zum Camping in Greifenburg zu fahren, wo er auch wohnte. Zur Belohnung gabs dann erst mal Bier satt und ein lecker Essen für mich! Der Typ fliegt mit seinen 72 Jahren Strecken, von denen ich (bisher) nur träumen kann. Es gibt noch viel zu lernen, und es lohnt sich glaub ich doch, einen gesunden Lebenswandel anzustreben, wenn ich in seinem Alter genauso fit durch die Gegend fliegen, und das Rentenalter genießen will.

 

Gestren habe ich mir dann das Hollandspiel angeschaut, mit meinen neuen Nachbarn in Greifenburg – jeder Menge Holländer!!! Sie fragten mich, ob ich mitkommen wollte, in den „Holländer“ beim Bahnhof, da ich doch sicher Fan ihrer Mannschaft wäre, was sie aus der Farbe meines Schirms, des Busses und meiner T-Shirts und Hemden schlossen. Den Bus wollten sie sich als „Oranje-Fanmobil“ für den anschließenden Autokorso ausleihen, aber da jeder von denen dann doch etwas zuviel Feierwasser getrunken hat, und kein Fahrer mehr zur Verfügung stand, haben wir uns darauf beschränkt, den Campingplatz mit meinen Warnleuchten zu erhellen, und feierten noch ne lustige Paadie, an deren Ende ich sogar noch einen original „Beerenburg“-Likör mit dem Vereinsetikett „De Laffe Teckel – Schermvliegclub“ für mein Geklampfe geschenkt bekommen habe! Da soll mal noch einer sagen, dass die Käiseköppe unfreundliche Mitmenschen wären! Heute abend, haben sie gesagt, jubeln sie dafür für Deutschland, weil sie sich wie ich auch wünschen, dass wir uns im Endspiel wiedersehen. Da wird’s aber dann ernst – und die alte Fußballfeindschaft muss dann zumindest für diesen Abend wieder aufgewärmt werden... Naja, mal sehen ob´s überhaupt soweit kommt?!

Gestern hab ich mir von Jochen (Air-Touch) den neuen Epsilon in der 23er-Größe ausgeliehen. Der geht mal richtig um die Kurve, wenn man nur mal den Kopf auf die Seite legt. Nach zwei Schauklern war ich in nem Wingover, der sich gewaschen hat. Die Kiste macht echt Laune, und ich sollte mir mal ernsthaft Gedanken darüber machen, wie ich mir nen Lebenssponsor an Land zieh, um miir so Spielzeug ganz einfach mal eben kaufen könnte. Deshalb an dieser Stelle der Aufruf: Schickt mir Geld, soviel wie möglich!!! Ich gebs auch bestimmt gleich aus!!! Sparen is was für Reiche, und bei der heutigen Wirtschaftslage soll es sich ja eh eher lohnen, schulden zu machen, als in die Inflation rein Geld anzuhäufen, das dann weniger wert wird. Also – ihr könnt sogar Schulden machen, um mich bei meinem Lebenssponsor-Projekt zu unterstützen. (meine Bankverbindung könnt ihr über nen Kommentar mit Emailanhang bekommen...- ganz bestimmt, ehrlich!)

Naja, jetzt is erst mal gut mit Blödsinn tippen – ich geh jetzt besser mal fliegen.

 

Bis bald, euer Jo

 

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  Ich habe sogar originale Kunstwerke in meinem Bus hängen. Dieses hier ist von meiner Nichte Rebekka. Besonders toll finde ich den selbstgefalteten Rahmen!!! (Danke Rebekka, ich freu mich jeden Morgen, wenn ich aufwache und dein Bild seh!!! Dein Onkel Jochen)

 

Also gugguggs erst mal.. ich hab mal wieder was zu berichten.(Irgendwie komm ich mir manchmal vor wie der Weltreisende Fraggel, der immer von den merkwürdigsten Sachen berichtet)

Gestern war MEIN TAG!!! Ich habs endlich geschafftt, ein bissl zum Knoten zu fliegen, dann an der Emberger richtig aufzudrehen, bis mir die Sonnenbrille beschlagen ist, und meine Finger echt frisch wurden (weil ich Depp bei der Hitze am Start mal wieder nicht glauben konnte, dass es auf 3000m halt doch etwas kälter wird, sogar im Hochsommer, bei 36 Grad im Tal, und mal wieder die fingerlosen Motorradhandschuhe angezogen hab.) Dann erst bin ich diesmal an den Gaugen geflogen, hab da nochmal auf 2900m aufgedreht und bin diesmal echtn bissl höher am Stagor angekommen, als sonst, ich hab mich aber dann trotzdem von Rinne zu Rinne an den Wasserfällen vorbei bin hinter die Radlberger Alm gekämpft, und da hab ich dann endlich den Bart gefunden, der mich dann bis über das Gipfelkreuz hochgebimst hat ( ich wusste garnicht dass mein Vario solche Töne draufhat!). Von da bin ich dann erneut mit kalten Fingern bei 3000m rüber zum Weißensee an die Brücke und von da die Ridge entlang, rüber zum Steinbruch und noch bis fast zum Holzwerk und dann ab zum wirklich verdienten Landebier!!! Das ganze hab ich natürlich noch komplett mitgefilmt, da hab ich dann mal echt was zum gucken, wenns mal wieder pisst im Winter in good old Tschörmennie. Jou – war echt der Hammer, jetzt brauch ich ein neues Ziel, deshalb bin ich heute mal rüber an den Ossiacher See gebrummt, denn jetzt wird geschaukelt! Am Landeplatz hab ich dann auch gleich den Xandi getroffen, der mir mal bei meinen Satversuchen morgen früh zugucken will, um mir noch den einen oder anderen Tipp zur schnellen Ausleitung und so weiter geben will... Da bin ich mal gespannt! Den Kragen zieh ich mal an undn Boot is auch fast immer im Wasser, wobei ich nicht beabsichtige, beides benutzen zu wollen... Ende August organisiert er hier am Ossiacher See nen Akro-Worldcup, und hat dadurch ziemlich viel zu tun. Das will ich mir auf jeden Fall anschaun! Danach muss ich aber dann wirklich nach Hause, und mir ne Wohnung suchen, in der Südstadt KA am besten. Ne Stelle wurde mir immernoch nicht zugewiesen, aber ich weiß ja inzwischen, dass die Amtsmühlen zu Hause, wie überall auf der Welt arg langsam mahlen, aber halt nicht wie in vielen Teilen der Welt mit etwas Bagschisch zu angemeesseneren Geschwindigkeiten bewegt werden können. Und in dem Verein spiel ich auch noch mit! Naja, dann mach ich mich jetzt mal genauso locker wie die, und lass halt mal alles auf mich zukommen. Aber ich weiß nicht, wie ein etwas seriöserer Mensch meines Berufsstandes, womöglich noch mit Familie und Schulden fürs Haus es verkraften könnte, spontan auf 3500 € zu verzichten, weil dein alter Arbeitgeber dir nach 10 Jahren harter und unterbezahlter Arbeit in den Arsch tritt und es dann noch für nötig empfindet, dir auch noch in deiner Abwesenheit die letzten 1,5 Monatsgehälter nicht zu bezahlen, obwohl dies fest zugesagt war. Also, was lernen wir daraus: lass dir in Deutschland alles schriftlich geben, ob die sichere mündliche Zusage von nem netten Menschen kommt oder auch von einem Arschloch. (Falls jemand aus der Führungsriege meines alten Arbeitsgebers das hier liest, darf er sich selbst entscheiden, zu welcher Kategorie er/sie gehört! Aber versucht nicht auch noch euch selbst zu verarschen... seid ehrlich zu euch selber und schämt euch!) Tja und dann ist bis jetzt noch unklar, wo ich hinkomm, wodurch sich die Wohnplanung dann auuch extrem nach hinten schiebt, ich hoffe nicht bis in den Beginn meiner neuen Arbeit, was ja dann zum Nachteil meines neuen Arbeitgebers werden würde, da es bestimmt „uncool“ wäre, mit meinem Bussl auf den Schulhof zu stehen, in den ersten Wochen, bis ich da, wo ich halt dann hinkomm ne Bude gefunden hab.

Aber ich mach da mal jetzt kein Problem draus, es wird schon sicher aller gut, und wenn nicht, dann muss ICH ´s halt besser machen, wenns die anderen nicht können! Und damit is jetzt auch Schluss mit Job, und Kohlegelaber, denn das sind mal echt Nebensachen und ziemlich unwichtig momentan und zudem passts auch nicht zu meinem blog.

Ich hab mir letztens einen halben Tag lang ein neues Videoschnittprogramm runtergeladen, mit dem ich tatsächlich sogar auf meinem Spielzeugcomputer die Gopro-Filme schneiden und konvertieren kann, was zwar ewig dauert, aber funktioniert! Nur den 5-Minuten Film dann ins Netz zu stellen hätte dann über das GPRS-Ösinetz geschlagene 880 Minuten gedauert, in der Rezeption nur noch 1,5 Stunden für 15 €, also hab ichs erst mal gelassen. Mal schaun, ob ich hier in den Alpen noch nen Computer find, der nicht noch immer mit Dampf betrieben wird...

 

 

 

Es ist unglaublich!!! Ich habe hier in Ösiland tatsächlich ein UMTS netz gefunden, da hab ich euch doch gleich mal nen netten Film von meinen ersten SAT-Versuchen in Greifenburg hochladen müssen, auch wenns mich ein paar Euronen und 2,5 Stunden gekostet hat... viel Spaß

 

Samstag 24. Juli

 

 

Hallo, da bin ich wieder!

Inzwischen hab ich mal wieder ein wenig erlebt, von dem ich euch berichten will:

Also zuerst mal bin ich nach Tolmin gezuckelt, vorbei an unwahrscheinlich riesigen und beeindruckenden Felsgipfeln, runter ins wunderschöne Socatal. Da hab ich den Wolle gleich mal am Landeplatz abgeholt, wo sich dann immer mehr Schwarzwaldgeier versammelt haben, und beschlossen heute an Wolfgangs Haus zu grillen. Also noch fix einkaufen, und dann die Fettschläuche auf die Glut zu schmeißen. Zu meinem und auch dem Glück der Würste hat dann Kurt den Job übernommen, das kanner nämlich echt gut, im Gegensatz zu anderen Dingen, von denen er das auch behauptet (ich sach nue Botongtreppe mittn aufm Startplatz – macht fast dem Lose-Gedächtnispfahl Konkurrenz!) Aber es war wie gesagt ein schöner Grillabend mit meinem Verein.

Am nächsten Tag gings dann an den Koballa – neh nich Kadalla, wenn das ein paar Geier auch immer gesagt haben. Von da bin ich noch so 2-3 Hügelchen weiter im Socatal entlang und dann zu dem Kegel am Landeplatz und da gings nochmal richtig schön hoch, nur halt in der Talmitte – das kann man doch nur wegbasteln, oder?! Also Saten und Wingovern bis unten... Hat echt Spaß gemacht, und war auch gleichzeitig das Startzeichen für Martin (der „Lunghi-Punk“, s. Indien), der mich aus der Stadt kommend hat rumspielen sehen. Kurz darauf kam dann auch noch Jens, dem wir ein bissl das Fliegen in Indien beigebracht haben. Na da war ja der ganze Haufen wieder zusammen. Wir haben einige superschöne Tage in der Luft,und danach an der Soca am Strand verbracht. Der Fluss ist saukalt, aber dadurch auch hervorragend zum Getränke kühlen geeignet. Am besten war es, reinzuspringen, und für 3-5 Sekunden drin zu bleiben, und dieses Ritual Viertelstündlich zu wiederholen. Es war nämlich um die Mittagszeit drückend heiß und schwül, und wenn du nicht unter ner Wolke gehangen bist, dann war der einzige Platz, an dem mans auch aushalten konnte, am Fluss.

Als die drei dann zurück nach Dresden gefahren sind bin ich auch wieder zurück an den Lindenhof am Ossiacher See, das ist das Akro-Flieger-Camp. Da bekommt man abends beim Grillen und Chillen interessante Tipps zu den Flugfiguren, die man grad so ausprobiert. Und man bekommt von Manövern zu hören, von denen man eigentlich denkt, dass das gar nicht geht...

Hier versucht sich jeder zweite Pilot an Infinitys überm See, da kommste dir mit so nem Sat und nem Fullstall doch ziemlich mickrig vor, aber ich hab ja da noch ein paar Tipps zum Weiterüben!

Filmmaterial hab ich von dem Geschaukel, Gedrehe und Geplumpse jede Menge, aber mir fehlte bisher ganz einfach die Zeit, mich groß um meinen blog zu kümmern und euch da was zusammenzuschneiden. Heute ist der erste unfliegbare Tag seit langem und meine Rückenmuskeln, die halt fürs Akrofliegen doch (noch) etwas unterentwickelt sind, sagen: „Danke lieber Nordföhn!“

Der Jörg hats nicht ausgehalten und hat sich ein paar österreichischen Tandempiloten angeschlossen, um zu schaun, obs heute in Gemona in Italien 1 Stunde von hier am nördlichen Prallhang geht... mal schaun, was er heute abend berichtet...

Hier sind jede Menge lustige Leute unter den Akrofliegern und den Tandempiloten, und wir sitzen oft zu lang in die Nacht rein zusammen. Vorletzte Nacht hat ein Pilot seinen Film gezeigt, der noch in der (wirklich perfekten) Rohfassung wunderschöne Bilder aus Pokhara in Nepal zeigt. Da beschreiben sie die Reise von drei Freunden, um einen neuen Weltrekord im Tumbling aufzustellen, so im Stil von „Never ending Thermal“. Der Film ist absolut sehenswert, und einige Freunde von ihm haben um eine Kopie gebettelt, aber der Film kommt (leider) erst ungefähr in einem Jahr auf den Markt (...freut euch drauf!)

Nach Greifenburg ziehts mich immmoment noch gar nicht, denn hier hab ich halt doch jeden Tag erneut Freude an meinen Fortschritten, was mir beim Streckenfliegen bisher noch ziemlich verwehrt blieb. Und insgesamt 4000-5000m verbrat ich hier am Tag – das ist mehr als ich an den meisten Tagen in Greifenburg nicht geschafft hab! Und es macht ganz einfach wahnsinnig Spaß sich über dem See rumbeuteln zu lassen und den Flügel mal wieder richtig auszuschütteln. Mal schaun, was der Wind so die nächsten Tage treibt, und was man da so machen kann...

Die Inder müssten auch schon längst da sein, und gestern hab ich dann von Manni und Mike erfahren warum sie sich verspätet haben: Die Döspaddl ham ihre Pässe auf der Reise irgendwie verschmissen, und da hatten sie grad ganz frisch ihre 5-Jahres Visa reingeklebt bekommen, was wohl ne Menge Vorarbeit gekostet hat! Naja, mal guccken, wann die dann mal endlich in Paris loskönnen und herkommen – ich freu mich schon die wiederzusehen.

 

Ach ja – dass ichs nich vergess: ICH HAB NEN SCHULPLATZ IN KARLSRUHE IN DER NORDWESTSTADT!!! Also, falls jemand was von ner netten günstigen Bude in KA weiß, am liebsten in der Südstadt, dann würd ich mich über eine Nachricht im Kommentarbereich freuen. Ich komme voraussichtlich ende August zurück und hoffe, dann nicht mehr allzu lange in meinem Bus zu wohnen, auch wenns jetzt noch saugemütlich und komfortabel genug ist (solange das Wetter gut ist!)

 

Ich versuche mal, euch noch ein paar Bilder hochzuladen, bis bald,

 

euer Jo

 

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  Hier fand ich den Blick auf die Lienzer Dolomiten von der Embergeralm aus so schön...

 

 

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Das ist der Weststartplatz auf der Gerlitzen am Ossiacher See. Ich hab mir jetzt ne Tupperdose gekauft, damit ich die Kamera auch mit übers Wasser nehmen kann - die Gopro ist ja wasserdicht.

 

 

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Das ist der Blick von der Burg Landskron auf den Gerlitzen-Berg. Am hinteren Gipfel wird gestartet, und dann vor auf den vorderen geflogen um noch mal Höhe zu machen (ohne Vario - könnt ja nass werden!) und gehts raus aufn See...

 

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Den Geier hinter Gittern hab ich auf der Burg knipsen können. Vielleicht kann ich den ja noch irgendwie auf der Schwarzwaldgeier-Seite verwenden...

 

 

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Endlich hats mal wieder geregnet - Abkühlung tut guuuuuuuut!!! (...undd sieht auch noch schön aus...)

 

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  Das ist der Südstartplatz an der Gerlitzen, aufgenommenn mit der Gopro. Demnächst möchte ich mal die Serienbildschaltung beim Wingovern ausprobieren...

 

bis bald mit mehr...

 

euer Jo

 

 

...und hier ist ein kurzer Querschnitt von meinen täglichen Übungen...

...die Übungen sind noch nicht perfekt, aber deswegen üb ich ja...

 

 

  Bei dem Flug haben der Jörg und ich die Helme getauscht.

 

 

Dienstag, 3. August

 

Fronttag ist Blogtag! O.K. Ich hab mich schon wieder ne ganze Weile nicht gemeldet, aber ich hab hier einfach keine Zeit, denn bei gutem Wetter ist hier der Tagesplan echt gestopft voll:

Der Wecker brüllt um halb acht (somit gewöhn ich mich langsam auch wieder an die unmenschlichen Zeiten, zu denen die deutschen Schüler – und damit auch die Lehrer, aufstehen müssen), dann wird ein Kaffee ins Gesicht geschüttet, das ich meistens noch aus reinen CW-Wert-Gründen freikratze, und anschließend geht’s auf zur Kanzelbahn. Zum Wachwerden zieh ich dann täglich als erste Übung mal nen Fullstall, oder zwei, welche ich durch Sackflug dann irgendwie immer wieder versuche in den Heli zu zwingen. Aber irgendwie schlägts mir dann immer nur mein Tuch um die Ohren. Gestern hab ich während dem Sackflug nochmal kurz nachdenken wollen, was mir der Lino so erzählt hat, über meine Bewegungsabläufe – da isser ganz von alleine in die gewünschte Drehbewegung gegangen also hab ich da wohl mal meinen ersten Heli geflogen, aber halt nur ausversehen, und ich kann ja nicht jedesmal warten, bis mein Schirm von selbst macht, was ich eigentlich vorhab! Jedenfalls schmeckt mir momentan mein tägliches Adrenalin-Frühstück ganz gut, aber spätestens um 2 muss ich mal kurz an mein Bussl um mal was echtes zu essen, denn SAT macht halt doch nicht so richtig satt...

Unsere Gemeinschaft hier am Lindenhof hat sich inzwischen auch ordentlich erweitert, und ich habe viele Piloten wiedergetroffen, die ich irgendwo auf meiner Reise kennengelernt habe. Die „Flying Babas“ aus Indien sind jetzt auch meine Nachbarn, mit denen wir dann meistens viel zu lange bis spät in die Nacht im „Akrolager“ abhängen. Inzwischen haben wir auch die „Baba-Band“ gegründet, denn hier gibt’s ein paar echt gute Musiker, und wir düdeln dann den gesamten Campingplatz zusammen. Manche kommen um sich zu beschweren, andere um Filmaufnahmen fürs Ungarische Fernsehen zu machen.

Du hörst hier täglich (ähh, besser gesagt: nächtlich) mindestens 20 lustige oder spannende Fliegerstorys, die ich hier nicht alle aufschreiben kann, denn so lange dauert hier ein Frontdurchgang halt doch nicht, aber von einem schrägen Typen will ich euch mal berichten, mit dem ich ein paarmal zusammen auf den Berg gefahren bin:

Dieser Mann im eher gesetzteren Alter hüpfte gemeinsam mit seinem Terrier grad noch in meine Gondel. Sein Hund hatte als einziger das Glück, dass sein Kopf aus dem Mini-Fenster in der stickigen und ungefähr 50 Grad heißen Gondel passte, und machte ein mords Gestöber, als wir die Mittelstation erreichten, denn er freute sich, wie mir Karl berichtete, schon auf die anschließende Fahrt im Sessellift, wo er die ganze Zeit unten auf den Füßen seines Herrchens stand und nur mal zu uns hochhüpfte, wenn ein Gleitschirm über uns wegflog, um ihn zu verbellen. Am Startpltz wird der Hund dann richtig aufgeregt, und hüpft nur noch im Dreieck, in der Vorfreude auf den nächsten Flug. Wenn dann nebendran jemand vor diesem lustigen Tandemteam startet, dann wird der Pilot laut verbellt (Karl meint, dass der Hund sich halt darüber beschwert, nicht gleich vom nächsten mitgenommen worden zu sein – und überhaupt sei jetzt er an der Reihe. In der Luft ist der sonderbare Passagier dann am Bauch seines Herrchens hängend total ruhig und genießt den Flug. Karl erzählte mir, dass sie schon mehr als 1500 mal zusammen gestartet sind, und dass der Hund auch echt Spaß beim Sicherheitstraining hatte!. Aber letzte Woche hatte sein Hund anscheinend immer noch nicht genug und ist ihm unten auf dem Parkplatz ausgewitscht, rannte zur Seilbahn, hüpfte in die nächstbeste Gondel, in der sich die Fahrgäste über ihren Gast ziemlich wunderten, aber sehr erstaund waren, dass der Hund an der Mittelstation dann auch noch durch die Absperrung rannte, um gleich zu den nächsten Gästen in den Sessellift zu hopsen, die auch ziemlich erstaunt waren. Oben wartete er dann auf Karl, der dann halt doch nochmal seinem Hund auf den Berg hinterhergondeln musste um ihn halt doch noch ein letztes mal für diesen Tag runter zu fliegen.

Um ein Haar hätten wir fast auch noch richtig prominenten Besuch bekommen, denn der Rosi war grad unten in Greifenburg um ein paar Aufziehübungen und Schulungsflüge mit diesem Künstler zu machen, der Leichen zerschnipselt und sie dann so lustig drappiert. (Ich nenne hier jetzt mal keinen Namen...- ich wüsste nur gern, ob der mit Helm oder Hut fliegt! Oder mit Hut aufm Helm?) Die wollten eigentlich noch aufn Akrotandem runter an den See kommen, aber Rosis Promi musste dann doch plötzlich zurück nach D. Tja so is das halt middie Ginschdla – imma uffm Schbrung...

Ich mach hier echt gute Fortschritte mit der Akrofliegerei, und freu mich, mich demnächst auch mal unter so ne kleine Akrotüte hängen zu dürfen, die mir Manni mal ausleihen will. Zur Zeit gibt es hier täglich 3-4 Wasserlandungen, und wenn du in „die Box“ fliegst, dann musst du teilweise echt aufpassen, dass dir nicht einer von oben in die Kappe stallt oder tumbelt. Da heißts dann halt auch möglichst schnell ins nächste Manöver zu kommen, und zu testen, ob die Erdanziehungskraft auch echt noch funktioniert, was sie dann auch meistens tut – und wie!!! Macht echt Laune, und ich versteh jetzt schon ein bissl mehr, warum die Leute hier in der Akro-Gemeinschaft sagen, dass das Streckenfliegen im Gegensatz zu ihrer Art des Fliegens doch irgendwie viel zu langweilig wäre. Im Schnitt kommen die hier so auf 500-700 Flüge in der Saison – die hab ich grad mal so in meiner bisherigen Fliegerlaufbahn zusammenbekommen!

Jedenfalls bin ich froh, heute mal wieder nen Fronttag zu genießen, denn mir tut mein Buckel mal wieder ganz schön weh, aber nich von verhundsten Landungen, sondern vom vielen SATen und Stallen. Ich Sportskanone hab halt noch nicht die Rückenmuskulatur aufgebaut um die teilweise doch überraschenden G-Kräfte und das damit verbundene dagegen-arbeiten ohne Muskelkater wegzustecken.

Grad ist Sachit rumgekommen, und hat gefragt, ob ich mal rüberkomm auf ne Frühstücks-Musi-Session. Mach ich doch glatt, - also bis später...

 

euer Jo

von Jo
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Tuesday, 27. april 2010 2 27 /04 /Apr. /2010 13:49

 

  1. April Australien 2

 

Jouh... jetz bin ich wirklich bei die Gurus gelandet! Nich wieder in Indien, sondern bei den Aussies. Nachdem ich auch hier 2 Nächte in nem Backpacker-Sleep-in verbracht habe ( diesmal war ich der einzige im Zimmer, der geschnarcht hat, denn ich hab ein bissl mehr fürn 4 Bett Zimmer gezahlt, und war dadurch die Billig-Schnarcher-Plage los!) Die supernette und verständnisvolle Rezeptionistin hat, nachdem ich ihr von meinnen Horrornächten in anderen Hostels berichtet habe, heimlich dafür gesorgt, dass ich mein 4er Zimmer für mich alleine hatte.

Trotzdem hab ich mir dann nen komplett eingerichteten Campervan für 14 Tage gemietet, denn auf dem Weg zum mir empfohlenen Hostel hab ich ne deutsche kennengelernt, die seit 4 Tagen jeden Tag am Flughafen Standby rumhängt, um irgendeinen Flug nach Europa zu bekommen. Eigentlich wollte ich ja nochn bissl inThailand abhängen, so auf halbem Weg, dacht ich um den Norden ein wenig näher kennenzulernen, und vielleicht nochmal ein bissl länger in AnkhorWat zu verbringen als das hektische letze mal, aber mir wurde von mehreren Seiten strengsten von diesem Plan abgeraten, wegen der blöden Revolution!!! Können die beknackten Politik Fuzzies sich nich ganz einfach irgendwo am Nordpol oder in der Wüste treffen und sich dort gegenseitig abmurksen, ohne dass wir „Normalos“ davon was mitbekommen??? Das wärs doch: errichtet Kampfzonen in dieser Welt, ähnlich irgendwelchen Gotcha-Parks an denen ich vorbeigefahren bin, und lasst dort all die Bekloppten aufeinander schießen, bis die Zahl derer, die das unbedingt brauchen, auf natürliche Weise geschrumpft ist, oder?!

Tja, und nach Deutschland nach Hause konnte ich halt auch erst mal auch nicht, und dann hab ich mir gedacht, dann guck ich dochmal, wos die Ewa in die Wolke gesaugt hat ( bei mir hats gar nich gesaugt – nur 5 min Flug), in Manilla, und heute war ganz einfach nur Warten und dann später Einkaufen angesagt, was bei der Holperpiste halt auch schon echtn Abenteuer darstellt. Habdann mit nem Schwitzer und nem Aussie lecker ge BBQ´t auf der Farm von nem Österreichher, der das Land und den Berg vor ner ganzen Weile mal gekauft hat. In meinem Bus hab ich Strom, und Netz hab ich hier auch, allerdings keine Händieverbindung, was mich aber auf die paar Tage echt nich juckt. Vertelefonier ich halt die 10$ Prepaid am letzten Tag in Sydney – also macht euch auf blödsinnige Anrufe zu unmöglichen Zeiten gefasst...(am 3.u 4.Mai)

Zuvor bin ich noch an nem sehr bekannten Platz im Süden von Sydney vorbeigefahren, der StanwellPark heisst, aber da waren gerade Filmleute am machen, und der Wind hat einem mehr ins Genick geblasen, als man es als Flieger an der Küste will. Einige Surfer haben mir dann noch gesagt, dass das noch so bleiben soll, bis dann in 4 Tagen die Kaltfront (s. Nickel im Utube) durchkommt. Die is mir dann vorgestern auf der Rückfahrt aus nem Nationalpark aus allen Matschpfützen 40km lang an meinen frischgeputzten Bus geklatscht. War echt ein Abenteuer ne 4Wheel Strecke mit nem alten Tojotabus im Matsch durch Furten und andere Unwegsamkeiten zu bewerkstelligen! Gestern bin ich dann zur Beruhigung erst mal Koalas streicheln gegangen. (meine Hände haben noch ne ganze Weile nach Eukalyptus gerochen) und hab auch noch nen kurzen Abendabgleiter hingekriegt, auf dessen Rückweg ich dann auch noch meine ersten noch lebendes Kän-guru gesehen (die anderen 19 waren alle plattgefahren und am Straßenrand).

Hier bleib ich jetzt erst mal, und hoffe euch noch ein paar Bilder hochladen zu können, und ein paar Filme aus der Luft mit meiner neuen Kamera zu machen... also, bis bald, euer Jo

 

Ach ja, un bevor ichs vergess..., ich wollt nur noch kurz berichten, dass ich auf den 4. Mai nen Rückflug nach Germanien gebucht hab. Mal gucken, ob bis dahin keine weiteren Berge explodiern, oder sonst was den Luftverkehr oder auch anderen Verkehr behindern könnte... also, bis ganz arg bald... ich freu mich auf euch alle...

...euer Jo

 

1. Mai

 

Hier auf Godfrieds Farm unterhalb vom Mt. Bora bei Manilla isses echt mal gemütlich, und das Fliegen macht auch echt Spaß. Gefilmt hab ich auch schon jede Menge, aber auf meiner Affenkiste rennt die HD datenfülle einfach nicht schnell genug, um sie schon ein wenig vorzuschneiden, wie ichs mit meiner alten Kamera machen konnte. Ich wollt mich eigentlich auch nur mal kurz melden und sagen, dass ich nicht verschollen bin, weil ich hier draussen kein Signal habe und nicht telefonieren kann, aber dafür Internet frei hab´(auch nicht schlecht...). Euch wünsch ich nen schönen 1. Mai, und fallt nicht vom Fahrrad... bis bald, euer Jo

 

 

Ich habs geschafft!!! Ich konnt euch hier ein paar bildliche Eindrücke von Australien übermitteln:

 

IMGP1137.JPG

 

In Sydney angekommen, hab ich vor lauter Häusern fast den Himmel nicht mehr gesehen...

 

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....da muss man halt gleich mal die Vorteile einer Großstadt nutzen, und nen irish-Pub aufsuchen, und wenner dann noch Scruffys heißt...

 

IMGP1147

 

...diese Lärmer haben mich hier jeden morgen lauthals geweckt, direkt neben meinemm Bussl...

 

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...dieser  Guru ist mir ein paar mal zunächst aus dem Bild gehüpft, bis ich ihn dann doch noch knipsen konnte...

 

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...irgendwie gucken die ja nicht gerade besonders intelligent aus, aber schmecken sollen sie ganz gut, hab ich gehört...

 

IMGP1156

 

...hier durft ich sogar mal nen Koalabären streicheln. Die schlafen 20 von 24 Stunden des tages, die 4 Stunden, die sie wach sind essen sie dann ein wenig Eukalyptus, und gehen dann wieder pennen. Vielleicht sollten die mal was anderes essen, Kaffebohnen zum Beispiel, oder andere Blätter, die denen da nicht ganz unähnlich sind...

 

Achtung!!! Diese Bilder sind Panorama-Bilder, da kannst du auf die Seite scrollen...

IMGP1172

 

Da steht mein Bussl, und links davon geh ich morgen fliegen... jeah! Hier fliegen riesige Schwärme von den unterschiedlichsten Papageien- und Kakaduarten herum und machen dabei ein Wahnsinnsgeschrei. Am Meer ist an mir (allerdings ohne Gleitschirm) ein Haufen Pelikane vorbeigeflogen, aber da hat man ja dann meistens grad nich die Kamera zur Hand. Am Startplatz hüpfen gerade gegen Abend immer ein paar Kängurus rum, und kacken!!! auf unseren wunderschönen Kunst-Rasen-Teppich...

 

IMGP1171

 

  Das ist der Startplatz, supernobel, und riesengroß. Da wird nur auf dem Teppich Topgelandet, echt gediegen sag ich euch... und von oben sieht er auch echt toll aus, besonders aus der Ferne. Bin hier Flachland-Blauthermik geflogen, is mal echt was anderes...

 

 

von Jo
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Thursday, 11. march 2010 4 11 /03 /März /2010 07:55

Mittwoch, 3. März

 

 

Jetzt bin ich also tatsächlich hier unten angekommen! Und man fällt hier wirklich nicht runter, von der Kugel, unten. Da hat sich der Herr Newton schon was Tolles ausgedacht. Ich sitz hier grad nach nem ausgiebigen Frühstück in meinem neuen Zweitwagen, einem Mazda 626 Combi an einem total wunderschönen kleinen See in den Bergen 15 km von Queenstown weg.

 

Aber jetzt möchte ich euch erst mal von den letzten Tagen berichten:

Am 25.Februar bin ich mit meinem ganzen Gerödel morgens um 4 Uhr ins Taxi von Arambol an den Flughafen gestiegen. Dann war ich nach ner Stunde fliegen schon in Bombay. Mit dem Zug wär ich erst am Abend angekommen, und ich wollt ja noch was von Bombay sehen... Dort bin ich dann mit der Moto-Rikscha zum Sachin gefahren, mit dem ich dann erst mal lecker essen gegangen bin, in einem echt schönen Open-Air-Restaurant. Dabei hab ich auch noch ein bissl von der Stadt gesehen. Sachin musste dann erst mal ne Weile ins Büro, und ich habe mich dann nach nem netten Spaziergang durch sein Viertel in seiner Bude erst noch mal aufs Ohr gehauen. Am Abend sind wir dann nochmal auf seiner alten Enfield durch die Stadt gebraust, und haben ein paar Fliegerkumpels besucht. Ne Riesenpizza und zwei Fläschlein Wein später waren wir dann früh morgens doch noch kurz eingeschlafen, um dann gleich wieder vom Händie geweckt zu werden. Taxi – Flughafen Bombay – Flughafen Singapur (da gabs ne richtig gemütliche Raucherterasse mit Palmen und Kakteen auf dem Dach) – Flughafen Sydney (da durft man nicht Rauchen, und die Jungs vom Zoll ham echt wild einen getrieben, wegen meiner Rettungsweste und den CO²-Patronen, aber geklappt hats dann doch, dass ich die mitnehmen konnte.) - Ankunft in Queenstown im Süden der Südinsel Neuseelands (also jetzt grad mal den Blick senken, jaaa noch tiefer, da, direkt zwischen deinen Füßen durch, und dann einmal quer durch die Kugel, da bin ich jetzt grad. Man fältt zwar tatsächlich nicht runter von der Kugel, aber es ist trotzdem alles irgendwie andersrum. So geht hier die Sonne zwar schon auch im Osten auf und im Westen unter, aber sie läuft hier, da es gerade Herbst wird über den Norden. Mein innerer Kompass spielt hier irgendwie verrückt – irgendwas stimmt hier nicht...

Am Flughafen wurde ich sehr freundlich in Empfang genommen. Man wollte mich nicht reinlassen, weil ich kein Rückflugticket hatte. Ich fragte die Zollbeamten, wie ich hier in der Transitzone an ein Ticket kommen könnte, woraufhin die eine Dame ein paar Minuten später mit einigen günstigen Flügen nach meinen Wünschen zurück kam. So hatte ich ohne viel Rennerei ein Ticket für 100€ für den 17.April von der Nordinsel nach Sydney. Am Flughafen waren die Mietwagen, in denen man hätte Übernachten können, viel zu teuer, wie alles hier, wie sich später schnell herausstellte (zumindest mal nachdem man sich an die indischen Preise gewöhnt hat). Ich konnte denen soviel von Freiheit, und dass ich mich eigentlich treiben lassen wollte, und nicht an bestimmte Weiterreisetermine gebunden sein wollte, erzählen wie ich wollte, es war vergeblich. Während der ganzen Organisiererei kramte die nette Dame plaudernderweise ungeniert in meinen Sachen rum, woraufhin ich ihr natürlich jedes Fluginstrument erklären musste, und einen Beweisfilm, dass ich auch wirklich Gleitschirmflieger bin, wollte sie natürlich auch sehen. Die andere nette Dame hat dann mit einem schlecht funktionierenden Handstaubsauger probiert, alle Kleinst-Pflanzenbestandteile aus meinem Schirm zu saugen. Wir sind dann später ins Labor und haben ihn gemeinsam ausgeschüttelt. Die Dame war noch eine Stunde später am Putzen, als ich den Zollbereich verlassen konnte. Durch die Reihe haben sich alle Beamten sehr für meine „very nice coloured trousers“ interessiert, besonders für die Pilzle unten dran...

Die ersten zwei Nächte habe ich im „Black Sheep Resort Backpacker“ mit 5 Israelis in einem Mini-zimmer verbracht. Den infernalischen Lärm, den mein Jerusalem-Kammer-Orchester gemeinsam bis zum Morgen veranstaltete, konnte man noch durch 2 Kissen hören und durch die Gummiematratze, die jugendherbergstypisch im Hängemattenstil durchhängt und höllisch quietscht. Dann war absolut klar: DER JOCHEN BRAUCHT EIN AUTO!!! Als ich dann mit Jens von der Flugschule zurückgekommen bin, habe ich am Straßenrand einen roten Combi gesehen, von dem ich in den wenigen schnarchfreien Minuten in dieser Nacht geträumt habe. Sicher haben auch 10 israelische Wanderschuhe (und natürlich auch meine 2) eine gewisse narkotische Wirkung auf mich gehabt. Am nächsten Morgen habe ich meinen Traum wahr gemacht, und mir den ´88er Mazda626 Station Wagon für 1350 NZ$ (das sind so ~ 700 €) gekauft. Damit bin ich als erstes zur Heilsarmee gefahren, und hab mir ne Matratze für 3€, nen Schlafsack für 6€, ne riesige und warme Schurwolldecke für 6€ und ne komplette Küchenausrüstung besorgt.

Jetzt bin ich schon den zweiten Tag hier oben an meinem See, an dem man für ein paar € campen kann. Das Geld schmeißt man (wenn man ehrlich ist) in ein Kässchen, das vorne an einer Infotafel hängt. In die Stadt, in der sich nachts jede Menge unangenehm betrunkener Menschen herumtreiben bin ich nur noch für Besorgungen, mal lecker was essen gehen oder eben wegen dem fantastisch leckeren selbstgebrauten Bier im „Dux de Lux“ gegangen. Hier gibt es die abenteuerlichsten Biersorten, wie zum Beispiel „Ginger Beer“ mit einem richtig scharfen Ingwer-Nachbrenner, oder ein Schokoladen-Bier, das superlecker schmeckt. Dazu hat mich ein Israeli-harper eingeladen, mit dem ich eine Supersession bei der Einweihungspaaadie in Jens´Bussl hatte. In 2 Tagen soll auch das Wetter besser werden, es ist nämlich ganz schön kalt, regnerisch und stark windig. Aber es rennen trotzdem alle in kurzen Hosen rum (scheint hier so ne Art Trachtenmode zu sein, genauso wie der Lederhut). Zusammen mit Jens habe ich einen lustigen Abend bei Manni verbracht. Das ist der Bruder von Mike, mit dem ich zuvor in Bir, Arambol und Panchgani ein paar Tage rumgehangen bin. Vor 2 Tagen habe ich ziemlich überraschend eine Schwarzwaldgeierin getroffen, die zur selben Zeit wie ich los ist, aber über Südamerika.

So – und jetzt muss ich erst mal wieder Landschaft gucken gehen, is nämlich der Hammer!

 

...bis bald, euer Jo

 

Ach Ja, falls mich jemand mal besuchen kommen will, hier sind meine Koordinaten:

 

44°59.901 SÜD 168°34.380 OST Höhe: 578 m

 

...oder vielleicht anrufen?

 

Tel.: 0064-(0)2102523391

(Denkt dran, hier isses 12 Stunden früher, oder später, wie auch immer!)

 

 

Donnerstag, 12. März

 

Tja, inzwischen ist schon wieder einiges passiert, und ich habs immernochnich hingekriegt, euch mal meine Aufschriebe zu veröffentlichen... (aber gleich, nachdem ich ein bissl weitergeschrieben hab probier ichs mal)

Mein Auto ist dann am nächsten Tag schon schlecht angesprungen, und abends dann gar nicht mehr. Mit Jens´Hilfe hab ichs dann nochmal anbekommen, und hab mit laufendem Motor ein „Überspielkabel“ gekauft, mit dem ich dann am nächsten Morgen wieder starten, und zur nächsten Werkstatt fahren konnte. Dann bin ich erst mal toll fliegen gegangen, und hab auch für euch gefilmt. Muss nur noch geschnitten und ins Netz geschickt werden. Das Auto war dann abends noch nicht fertig, sodass ich dann halt meinen Kruscht in den Flugschulbus von Lisa geladen hab, den ich ihr als Gegenleistung betankt hab und ihr noch ein wenig Bremsflüssigkeit besorgt hab, die sie brauchte. Die Nacht hab ich dann in Jens´Gästezimmer verbracht, seinem Minizelt, direkt auf dem Landeplatz, weil da abends BBQ-Paadie war, mit vielen lustigen Piloten. Am nächsten Tag war mein Auto immernochnich fertig, da bin ich halt erst mal wieder fliegen gegangen, anstatt in die Luft zu gehen... Diese Nacht hab ich dann auf die freundliche Einladung des Mechanikers meines Vertrauens in seiner Werkstatt verbracht. Später in der Nacht hat es dann draussen gekleppert, und ich hab Leute draussen reden hören, und an meiner Tür rummachen. Da hab ich halt mal nachgeschaut, bevor mein Gleitschirm im offenen Auto (hier sind immer alle Türen offen!) dann doch Beine bekommt, und habe 3 Typen in nem Auto (zum Glück nicht in meinem) rumkruschteln gesehen. Die kamen auch gleich, und fragten nach Karl, dem Mechaniker. Ich erklärte ihnen, dann ich hier heute übernachte, und sie eerklärten mir, dass sie der selben Einladung folgten. Also wieder mal ne Nacht mit schnarchenden Israelis! Wir haben dann aben noch ne lustige Session mit 2 Gitarren gemacht, und geschlafen haben sie dann in ihren ebenfalls kaputten Autos. Morgens weckte mich Karl mit einem fröhlichen Liedchen auf seinen Lippen, reparierte mein Auto mit den Ersatzteilen, die dann mittags angekommen sind, reparierte nochmal, weil die Teile den selben Fehler hatten, und dann hatte ich endlich mein Auto wieder, das inzwischen schon die 1000€ - Grenze knapp überschritten hatte. Na hoffen wir mal, dasses jetzt mal ne Weile hebt. Ich bin dann erst mal auf nen Campingplatz, denn meine Wäsche und ich waren eigentlich nur noch in der freien Natur zu ertragen. Am nächsten Tag bin ich dann frischgewaschen 2 mal den Berg runtergeflogen, und weil auch weiterhin keine Thermik in Aussicht war, wir aber die Berge heute gerne von oben gesehen hätten, entschieden sich Manni und ich einer Einladung eines befreundeten Fallschirmspringers zu folgen und für nen wesentlich günstigeren Preis (wird nich verraten!) bei 5000m aus nem Flugzeug zu hopsen. Die Aussicht war überwältigend, und Phil fiel die ganze Zeit mit ner Videokamera und nem Fotoapparat am Helm neben uns, mit nach unten. Wir haben uns dann noch an der Hand gefasst, und dann hat sichs auf einmal brutal angefangen zu drehen – macht echt Riesenlaune!!! Den Film dazu schneidet Phil noch zusammen, und ich hoffe, ihn dann sobald als möglich auf meine Seite zu bekommen. Ich hab schon Ausschnitte gesehen – ist absolut fantastisch!!! An dem Abend ist dann Phil ein drittes mal gesprungen, diesmal wieder mit Manni, aber vorn aus Mannis Tandem 500m überm See. Ich kannte Mannis Schirm und erklärte gerade einer Japanerin, die mich fragte, ob das Gleitschirmfliegen gefährlich sei, dass Gäste, die nicht genug bezahlen wollen frühzeitig rausgeschmissen werden, und sie solle doch mal hochschauen. Keine 5 Sekunden später sprang Phil dann direkt über uns aus seinem Gurtzeut, in das er zunächst noch reingestanden ist. Die Frau war geschockt und sah mich nur mit einem Entsetzen im Gesicht an, das ich ihr dann ganz schnell nahm, indem ich ihr die Situation erklärte, dann landete Phil auch schon direkt neben uns, allerdings mit noch einem Fuß im Wasser, das hat ganz schön gespritzt. Dasser nicht nur von außen nass war, gab ich ihm dann auch gleich ein Landebier, das ich vorher extra noch besorgt hatte. Da gabs ja dann auch mal echt genug Eindrücke, die ausgiebig in dieser Nacht gefeiert wurden. Der Kater am nächsten Tag war dafür um so unangenehmer. Bekommt man also auf eine erhöhte Dosis Adrenalin im Blut diesen schrecklichen Kater, oder isses dann doch eins von den vielen Biers gewesen, das dann für das Kopfweh gesorgt hat?! So, und jetzt probier ich mal ins Netz zu kommen,...

 

bis bald, und dann auch mit Bildern und Filmchen.. Euer Jo

 

 

Hier ist endlich mein Video nach etlichen Stunden von Hochladeversuchen. Den Film hat Phil gedreht, geschnitten und vertont. Thanks...

Wir sind da bei 15000 feet (5000m) aus nem Flugzeug gehopst, das durchaus noch flugfähig war. (Warum macht man sowas eigenlich??? - Hab ich mich kurz vor  dem aussteigen gefragt.

 

Montag, 29.März

 

Jaaaaa, es ist wirklich schon ne ganze Weile her, dass ich mich gemeldet hab, aber meistens treib ich mich in der Natur rum, und da gibts halt nun mal keinen Strom oder Netz...

Inzwischen bin ich auf der Nordinsel gelandet, mit der Fähre und natürlich meinem immernoch intakten Auto nach über 2000km!!! Ich hol mir jetzt grad mal wieder Strom, und guck mal, ob das so geht mit dem veröffentlichen, dann meld ich mich gleich nochmal...     euer Jo

 

 

  1. April (Australien)

     

Nachtrag zu Neuseeland:

 

Also Leute, ich hab mich ja jetzt mal ewig nicht gemeldet, die ganze Zeit in Neuseeland. Ich bin nicht verschollen, oder bocklos, was das schreiben betrifft, sondern ganz einfach meistens da unterwegs gewesen, wo´s kein Netz gibt, oder es schweineteuer ist, mal eben kurz ins Netz zu gehen. Hier in Australien hab ich mal ganz intensiv nach nem Camping mit W-lan gesucht, um euch mal ein wenig zu berichten...

Euch direkt online zu berichten würde meine Urlaubskasse, die eh schon schwer unter dem Kiwi- Preisniveau und meinem gescheiterten Autoverkauf gelitten hat, extrem belasten, da die Schweine hier umgerechnet 5€ für ne halbe Stunde im Netz wollen, und ich mit meiner 1Finger-Schreibtechnik dann doch ziemlich lang brauch. Also tipp ichs erst mal ins Wordprogramm und hoffe, es später übertragen zu können.

In Neuseeland hab ich unglaublich tolle Sachen gesehen und erlebt. Besonders die Natur dort und die Menschen die da leben sind unbeschreiblich. Ich hab irre viele Fotos und Filme gemaccht, die ich euch aber leider nicht hochladen kann, da mich die Zeit dazu ungefähr 1-2 € pro Bild kosten würde. Wennde hier kein Festnetz hast, biste echt aufgeschmissen, oder latzt dich dämlich. Inzwischen ist es für mich irgendwie merkwürdig, euch hier auf deutsch zu berichten, weil ich eigentlich seit Wochen keinen deutschen Satz mehr gesprochen habe, ausser letztens bei einer Geburtstagsfeier in ner Chinesischen Familie, weil die hören wollten, wie das klingt. Die haben sich übrigens halb kaputt gelacht, als sie meinen Reisenamen Jojo, den ich im Himalaya bekommen habe, gehört haben. Das bedeutet auf chinesisch nämlich ungefähr soviel wie die badische bezeichnung für „Schupfnudeln“ die ich hier nur so umschreiben will, da ich diesen Namen hallt jetzt nur noch in nicht-chinesischsprachigen Ländern verwenden werde, da mir das gekicher der Mädels und die mitleidigen Blicke der Männer dann nach ner Weile auf den Keks gegangen sind.

Ich wurde von Keiths Familie gleich am ersten Tag zu nem „Hangi“ eingeladen. Das ist eiin traditionelles Maori-Gericht, das nur bei großen Familientreffen gemacht wird. Die Vorbereitungen dazu dauern den ganzen Tag und sind ziemlich arbeitsintensiv. Ich habe erst Wochen später von anderen Kiwis erfahren, was für eine große Ehre mir da zuteil wurde, denn die meisten nichtt-Maori-Kiwis haben in ihrem Leben noch nicht das Glück gehabt, zu so etwas eingeladen worden zu sein. Also noch mal ganz fett danke an Keiths Familie in Rotorua (auch wennse das hier nicht so 100%ig übersetzen können)

So – und jetzt mal in Kurzform einige meiner Erlebnisse in NZ (vielleicht kann ich die ja später noch vervollständigen):

Gletscher im Urwald gesehen, alleine im Jurassicpark-ähnlichen Tal übernachteet (gruselig-schön), Superflüge an Traumridges, noch bessere Fluggebiete besucht mit Wind im Nacken, oder zuviel von vorn, Schokoladenbier getrunken und mir vom Braumeister erklären lassen wie er das herstellt (extra 200km dahingefahren), super Wanderungen am Abel-Tasman-Walk gemacht, in natürlichen heissen Pools gebadet, und mir die Finger beim Abwasch im Bach verbrannt (man erwartet ganz einfach nicht, dass ein Bach kocht, als Eurotourie), Geysir abspritzen gesehen (allerdings erst nach einer Hand voll Waschmittel, die der Führer ins Loch geschmissen hat und sich dann schnell verdrückt hat, kochenden Blubberschlamm, Schwefelhöhlen, und überall dampfende Löcher gesehen und gerochen, hervorragenden Pinot Noir getrunken (und teilweise nicht zu knapp...), der Gleitschirm auf die größte Düne Neuseelands getragen (und auch wieder runter, weils da oben nen 60er Wind hatte) – da is Pyla flach dagegen!, am nördlichsten Punkt Nzs gewesen, da wo die Seelen nach dem Tod abreisen (ich habe Exi einige Gedanken mit auf seine lange Reise gegeben), Robbenkolonien besucht, Pfannkuchen Klippen besucht (da hab ich echt wild Hunger bekommen), Mitglied im Hanggliding und Paragliding-Club in Auckland geworden, die merkwürdigsten Viecher gesehen, von ´zig Sandflies gebissen worden ( das juckt noch 2 Wochen danach – is echt die Hölle), bei nem Hufschmied und ner irisch-chinesischen Familie gewohnt und noch ganz viele andere supernette Menschen kennengelernt, die mich zu sich eingeladen haben und mich allesamt eigentlich gar nicht gehen lassen wollten (mir fiels teilweise auch echt nicht leicht weiterzuziehen), supersessions gehabt mit den verrücktesten Musikern (Banjo is hier ganz in), Bluegrass gelernt (is irre schnelle Countrymusic), Speedboat-Taxi gefahren (das klatscht ziemlich, und spritzt), mein superschönes gesticktes Ganesh-T-Shirt verloren, ne neue Helmkamera gekauft (die GoPro HD von Hero – superklein aber wahnsinns Bilder und Filme) nachdem das Batteriedings und die Kabel bei meiner alten jetzt endgültig den Geist aufgegeben haben, auf den höchsten zugigen Gipfeln alleine übernachtet (o.k. - ein paar Schafe und Rinder waren immer in der Nähe), den ersten Frost morgens auf meinem Auto gehabt, ein paar kräftige Sonnenbränder eingefangen (das geht hier unter dem Ozonloch echt schnell), ein paar Blasen und Schürfwunden geheilt, die ich mir zugezogen habe (aber nicht beim Fliegen!), usw. ... (ich glaub ich könnte in diesem Stil noch weitere 10 Seiten füllen, aber meine Batterie ist schon wieder am abkotzen)

Ja und jetzt bin ich also tatsächlich auch noch in Australien gelandet! Da ich meinen Mazda bis jetzt noch nicht verkauft gekriegt hab, und es jetzt ein paar Fliegerkumpels in Auckland weiter für mich versuchen, hab ich mir hier jetzt erst mal einen Campervan gemietet für 2 Wochen. Känguruhs hab ich bisher nur plattgefahren gesehen (die sitzen nach mehreren Berichten am Straßenrand und warten bis du auf ihrer Höhe bist um dann, wenn du keine Chance mehr hast zu bremsen, direkt vor dein Auto zu hüpfen (dämliche Suizit-Beutler!). Heute morgen wurde ich von einer Meute Papageien geweckt, die sich lauthals in der Palme neben meinem Auto um den besten Platz stritten. Manch sind rosa-weiß, andere grün mit gelben und blauen Flecken. Die letzten 2 Tage in Sydney waren sehr anstrengend – ich mag die großen Städte und ihre Bewohner einfach nicht. Is mir alles irgendwie zu schnell, zu laut, zu hektisch und stinkig, zu teuer, und vom Himmel sieht man zwischen den Wolkenkratzern auch nicht viel. Mal gucken was das Outback so hergibt. Immoment zieht grad ein Pelikan über mir im ablandigen Wind seine Kreise, und alle 30 Minuten fallen wieder irgendwelche lautschreienden Touristen am Bauch von Skydivern vom Himmel. Ja hier ist echt was los – nochn Grund mehr sich jetzt erst mal mit nem leckeren Black Ale gemütlich zurückzulehnen – irgendeiner muss hier ja auch mal entspannen, natürlich nur des Ausgleichs wegen...

also, in diesem Sinne... bis bald, euer Jo

 

 

von Jo
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Tuesday, 16. february 2010 2 16 /02 /Feb. /2010 16:19
Dienstag, 16. Februar

Also, grad hab ich den Anruf aus Deutschland bekommen: meine Mutter ist wieder wohlbehalten zurückgekommen. Jetzt hab ich auch die Zeit, meinen blog zu pflegen, und euch ein paar tolle Bilder hochzuladen. Dann mal los...


Donnerstag, 18. Februar

Soooodele, die Bilder sind jetzt alle da, dann erzähl ich euch mal was dazu...

IMGP0476So wie fast immer, ist mal wieder ein Fest zu feiern in Arambol. Dieses mal war es der alljährliche Beach-Karneval. Da ist ja Muttern grad noch rechtzeitig gekommen, um mitzufeiern...

IMGP0482Wir sind morgens ganz früh aufgestanden, und haben uns erst mal ne Stunde im Taxi wachrütteln lassen, bedingt durch die überall auf der Straße angebrachten "Geschwindigkeits-Reduzier-Hubbel" und Überholmanöver vom Feinsten. (Mutter hat ganz einfach die Augen zugemacht...) Obwohl ich schon Wochen im Voraus das Bahnticket gekauft habe, gab es nur noch Plätze in der 2. Klasse Sleeper. So hatten wir zumindest ein "Original indisches" Zugerlebnis. Kurz vor unserer Reise habe ich dann auch erfahren, warum da alles so gestopft voll war. Erstens werden zur Zeit auf den letzten 100km vor Hampi irgendwelche Erze abgebaut, und die LKW-Kollonnen verstopfen die Straße, sodass der Bus von Goa oder zurück öfter mal anstatt 12 Stunden 30-40 Stunden vor sich hinzuckelt. Ja und zweitens war an diesem Wochenende auch noch "Shiva-Ratri", ein religiöses Fest, bei dem viele an heilige Orte pilgern, wie zum Beispiel nach Hampi (na toll - also überall Schlange stehen wurde mir schon unabhängig davon prognostiziert...)

IMGP0484Unser Weg führte uns durch Urwälder in den Western Ghats, vorbei an Wasserfällen,  auf die Hochebene mit großen Feldern, auf denen alles Mögliche angebaut wurde. Da hab ich das erste mal gesehen, wie Baumwolle wächst, und es gab extrem viele von den echt schönen Wasserbüffeln.

IMGP0486Wir hatten ja eigentlich nur die Sitzplätze unten, aber meine Mutter hat nem netten Inder seinen Liegeplatz oben abgeschwätzt (..only one hour...), und hat sich dann mal ein bissl hingelegt (für die nächsten 3-4 Stunden!) Allerdings war die "Klettereinlage" meiner Mutter eine lustige Akrobatik-Show für das ganze Abteil, die den Verlust des Platzes locker aufwog.

IMGP0491Hier ist der Beweis:    Diese beknackten Tretroller-Skateboards, die du zu Hause in der S-Bahn immer in die Kniekehlen gerammt bekommst sind keine Erfindung unseres Jahrtausends. Das gabs schon vor 1300 n.C.!!!

IMGP0517Eigentlich hat ja auf dem Automobil-Sektor der TATA dem Ambassador den Rang abgelaufen. Aber einige Leute fahren immernoch mit den ganz alten Modellen durch die Gegend, die dann halt auch öftes mal liegenbleiben. Hier helf ich einigen indischen Jugendlichen ihren günstig erworbenen Gebrauchtwagen anzuschieben.

IMGP0509Diesen wunderschönen uralten Baum findet man in Indien oft, aber ich habe keine Ahnung wie der heißt?! Das komische ist, dass er keine Blätter hat (sieht aus wie Herbst) aber einen Haufen superlecker riechende Blüten entwickelt, die dann oft am Boden rumliegen.

IMGP0508So sehen die Blüten aus. Schade, dass es noch keine Geruchs-Photos gibt, denn dann würde ich mir ne ordentliche Vergrößerung ins Wohnzimmer hängen. Riecht echt so wie sie aussieht...

IMGP0547Dieser Mini-Palast in Lotusform (Grundriss) wurde für die Königin gebastelt. So´n Zeug steht da um und in Hampi überall rum, wo nicht gerade die riesigen Granitkugeln rumliegen.

IMGP0536Ich kann hier leider nicht alle Bilder unterbringen, die ich von dem Dings geschossen habe, aber dieses hier find ich besonders schön...

IMGP0560Die meisten der ~3000 Tempel sind mit wunderschönenn Reliefs verziert (überall !!!) Zum Glück passt auf meine Digitalknipse einiges drauf...

IMGP0529Manche Anlagen sind ziemlich zugig geworden, mit der Zeit, verfügen dafür aber über ein geräumiges Badezimmer mit Felsblick...

IMGP0565...andere Anlagen bieten mehr Schutz vor Sonne und Wetter, und deshalb muss man auch die Fledermäuse (mit ihrem teuflisch-bestialischen Gestank) als Untermieter akzeptieren. Das Bett ist übrigens aus kuscheligem Marmor...

IMGP0593Aus diesem Felsen wurde vor Ort ein 10m- Ganesh geklopft, und der Tempel ganz einfach drumrum gebastelt. Einfallsreich sinse ja, die Inders...

IMGP0570Für die Arbeiter, die die Tempel und Paläste gebaut haben, und dort arbeiteten, gab es damals schon das immernoch in Südindien meistgegessene Gericht: THALI (ein paar Schälchen mit Dal, Masala, Joghurt, etc. und ne ordentliche Portion Reis und Chapati-Brot.)

IMGP0600Vor dem Main-Tempel in Hampi haben wir nochextra-leckere kleine Bananen gekauft, um den Tempelelefant Lakshmi zu bestechen, für ein Bild, aber drinnen haben wir dann gehört, dass der gar nicht da ist, und irgendwohin wallgefahren ist. Da haben halt die Kinder und ein paar Heilige Kühe im Tempel die Dinger bekommen. Die Stimmung im Tempel, der noch "aktiv" ist war sehr beeindruckend. Ich habe da drin nicht geknipst, auch wenn es mit einer 50Rupien-Genehmigung möglich gewesen wäre. Da müsst ihr dann mal schön selber hin und gucken! Lohnt sich!!!

IMGP0616                                   ...da kannste dich auf den Kopf stellen, das nützt auch nix...
In Arambol wieder angekommen (Muttern hat die ganze Rückfahrt verschlafen) waren wir froh, in unsere eigenen Zimmer zurückzukehren, denn in Hampi haben wir jede menge Zimmer begutachtet, und die waren halt eher so im Backpacker-Stil eingerichtet, also mit harter, meist schmuddeliger Matratze. Dann haben wir uns etwas außerhalb zu was mit Sternen fahren lassen, und da war nur noch die Suite Nr.1 frei. Ham wir halt die Suite bezogen. Sie hatte ja 2 Zimmer und ein Notbett für mich, das mal die luxuriöseste Schlafstätte der letzten 6 Monate darstellte! Am darauffolgenden Tag wurden wir aufs stürmischste begrüßt als wir mal eben ne Pause zwischen den Tempeln einlegen wollten. Die hatten eine weitere Reservierung für die Suite, und die Gäste sinnd anscheinend ziemlich sauer von morgens um halb8 bis mittags um 3 Uhr im Hotel rumgesessen und haben das Personal genervt, bis wir ankamen und alles abbekamen. (Wie bescheuert muss man eigentlich sein, um an einem der interessantesten Orte der Welt im Hotel rumzunöhlen, anstatt sich die Sehenswürdigkeiten anzugucken???) Die wollten also, dass wir ausziehen, und zwar sofort! Ich  hab denen erklärt, dass ich das Zimmer nur verlassen würde, wenn mir ein gleichwertiges Zimmer gezeigt werden würde. Dann hab ich 1 1/2 Stunden vergeudet (anstatt ein wenig auszuruhen, wie geplant) und habe mir wieder ein paar Absteigen zeigen lassen, die unter aller Sau waren, aber dafür Palast-Preise hatten. Daraufhin wurde ich  dann doch etwas bestimmter, und habe deutlich gemacht, dass ich hier nur einen, nämlich diesen, Tag zur Verfügung hatte, um mir die Sehenswürdigkeiten von Hampi anzusehen, und mir das auch nicht nehmen lassen würde. Sie haben bereits 2 Stunden meiner kostbaren Zeit verplempert, sie sollten jetzt nach einem Hotel suchen, das angemessen wäre. Wir würden dann Tempel guucken gehn und bei dunkelheitseinbruch wiederkommen, und das neue Hotel, soweit vorhanden, beziehen. da flippte der schnöselige Nachmieter völlig aus und wurde laut und aggressiv. Ich entgegnete ihm nur, dass dies nicht mein Problem sei, und ich im Gegensatz zu ihm ein Zimmer besäße. Da holte er die Polizei! Die stand aber auch nur dumm rum, wir gingen Tempel gucken, kamen zurück, und wurden an ein 5-Sterne Resort gebracht, in dem wir jeder seinen eigenen Super-Luxus-Bungalow für den selben Preis der Suite zusammen bekamen. Manchmal regt man sich über nen Rausschmiss auf, und stolpert danach prompt in was 10 mal besseres. Ich bin also auch zuversichtlich was meine Jobaussichten in old Germoney so angeht, nach meinem Rausschmiss...

IMGP0618                                ...so richtig rum, also nicht auf dem Kopf, isses auch nicht schlecht am Strand...

IMGP0623Den Indern sind neben ihren Göttern 2 Dinge heilig: Die Kuh und die Mutter. Also hier ein kurzer Ausschnitt aus der Heiligenversammlung am Arambolschen Strand...

Ich bin sehr froh, dass soweit alles gutging, in unserem gemeinsamen Kurzurlaub im Urlaub in Indien, und meine Mutter wohlbehalten zu Hause angekommen ist. Am Sonntag werden die Mitbringsel und mein Paket, das inzwischen auch daheim angekommen ist, ausgepackt! Das ist bestimmt toll, da wär ich gern dabei...
Ich schenk mir halt nen Flug nach Neuseeland, macht auch Spaß!  

bis bald,     euer Jochen

Hier gibt´s noch nen kurzen Film aus Hampi:

...da fahren wir ein bissl Motor-Rikscha und gucken die Tempellandschaft an...

Save the Jeans-Project (Teil II)

IMGP0631.JPGTja, - jetzt hab ich halt nochn Tier mehr auf der Hose, und untendrunter ordentlich großflächig unterlegen lassen...

IMGP0633.JPGDer Ganesh hat auf der Hose keinen Platz mehr gefunden,  aber auf meiner Tasche war noch Platz...


Dienstag, 23. Februar

Jetzt isses amtlich!!! Ich verlasse dieses wundersame Land. Das Flugticket liegt schon zum Ausdruck bereit in meinem Postfach. Es geht zunächst  am Donnerstag von Goa nach Mumbai, wo ich Sachit, einen netten Flieger, den ich im Himalaya kennengelernt habe, und in Panchgani wiedergetroffen habe, besuchen werde. Das wird sicher ein lustiger Abend. Dann gehts am nächsten Morgen ab nach Singapur, und von dort gleich weiter nach Sydney und  von da gleich weiter nach Queenstown am Südzipfel der Südinsel Neuseelands. Ich bin mal gespannt!!!
Dort wartet schon Jens und macht  nen Flugschein, denn wir haben ihn hier in Goa, glaub´ich,ein bissl infiziert...( wie, genau, berichte ich nur mündlich, denn man weiß ja nie...- vielleicht liest ja der DHV mit... war also selbstverständlich nur am Boden!!!)
naja, - jedenfalls fällt es mir schon schwehr, diesen netten Ort entgültig zu verlassen. War ne echt gute Homebase, um immer mal wieder zurückzukehren nach ein paar tollen Touren...
Ich weiß nicht, wann ich in NZ wieder Netz hab´, und euch wieder berichten kann, aber es wird vieleicht schon ne Weile dauern, bis ich meine eigene Karte zum telefonieren und surfen hab...

also, bis dann           euer Jochen
von Jo
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